Lipstick and Laptop

by Helen

Heute habe ich unseren Tipps und Tricks Bereich um nützliche Infos zum Thema Bewerbung, Lebenslauf und Vorstellungsgespräch bereichert. Während dem Schreiben kam natürlich die Erinnerung an das ein oder andere lustige, peinliche oder skurile Erlebnis aus meinen eigenen Vorstellungsgesprächen zurück.
Das merkwürdigste Gespräch, bei dem ich selbst Bewerber war, war bei einem spanischen Familienbetrieb, der in Deutschland eine Niederlassung eröffnen wollte, in der ich einen Teilbereich der Aufgaben als Manager übernehmen sollte (nebst Aufbau des entsprechenden Teams). Das ganze war über einen Headhunter eingefädelt worden und schon in der Anbahnung gab es Merkwürdigkeiten (z.B. sehr lange Wartezeiten, kurzfristige Terminan- und Absagen etc.). Die Stelle klang aber unheimlich atrraktiv und deshalb ignorierte ich alle Warnzeichen. Als das Gespräch dann tatsächlich stattfand, stellte ich mich pünktlich und umfassend zum Thema vorbereitet zum Termin ein. Ich ging davon aus, dass bei der Besetzng einer so wichtigen Stelle insbesondere Fachkenntnisse, Management Kompetenz, Branchen Know-How, etc. im Vordergrund stehen würden. Aber weit gefehlt. Mir gegenüber im Gespräch saß der Junior-Chef – geschätze Anfang 20. Er fing an mir Fragen zu stellen, allerdings benutzte er nur sogenannte öffnende Fragen, d.h. Fragen bei denen Abschätzungen, Einschätzungen, Meinungen, etc. abgefragt werden. Meine persönlichen Highlights: Wenn Sie ein Tier wäre, was für ein Tier wären Sie und warum? Sie laufen in einem Marathon, neben Ihnen stürzt ein Läufer. Helfen Sie auch wenn Sie den Sieg verpassen? Sie möchten ein Haus bauen. Wieviele Stockwerke bauen Sie?
Mit jeder Frage (das ganze lief auch noch komplett in Englisch) wurde ich irritierter. Ich finde es ja ganz witzig, wenn in einem Vorstellungsgespräch mal eine solche Frage gestellt wird. Schließlich lockern solche öffnenden Fragen das Gespräch auch auf, bzw. man kann etwas zu seiner Persönlichkeit zum Ausdruck bringen. Aber das ganze Gespräch bestand nur aus solchen Fragen. Irgendwann wurde mir klar, dass er die Fragen von einem Blatt ablas und den Fragekatalog scheinbar aus dem Internet heruntergeladen hatte. Auch der Headhunter schaute recht irritiert in der Gegend herum. Am Ende des Gesprächs konnte ich meine Überraschung fast nicht mehr verstecken und mir schwirrte der Kopf vor lauter Rumgelaber. Den Job habe ich übrigens nicht bekommen. Ob es am Löwen gelegen ist oder den drei Stockwerken, habe ich nie erfahren…

Das Konzept für diese Seite schlummerte schon eine Weile einen kleinen Schönheitsschlaf in der Schublade. Aber jetzt (oh Gott, oh Gott) geht es los mit unserem Blog.

*anhaltender Applaus*

Wichtiger noch aber als anzufangen ist dabei zu bleiben!
Daher kneifen wir unsere Pobacken zusammen und versprechen: Ihr werdet versorgt werden mit lustigen, spannenden und auch lehrreichen (?!) Geschichten, Anekdoten sowie Fettnäpfchen aus unserem Jobleben. Also fleissig vorbeischauen, kommentieren und hoffentlich gutfinden.

Liebe Grüße,
Helen, Cloe und Liz
(aka Lipstick and Laptop)