Lipstick and Laptop

Ihr Lieben,

was für ein Jahr….spannend war es und auch stressig und auch schön. Aber eines war anders als sonst: Wir alle drei haben etwas gemeinsam. Wir haben “unsere Füße stillgehalten”…keine aus unserem Trio hat dieses Jahr einen Jobwechsel hingelegt. Irgendwie witzig, denn das war bisher in keinem Jahr so! Eine von uns war immer auf dem Sprung, es gab Bewerbunsgespräche und Assessments und den Start in einem neuen Job – verbunden mit den 1000 Herausforderungen, die es da so gibt. Dieses Jahr haben wir uns alle mal einer anderen Art von Herausforderung gestellt – Innehalten und bisweilen auch mal Aushalten. (Das fällt mir am allerschwersten in dem Trio – glaube ich zumindest!)

Für nächstes Jahr aber da habe ich ein ganz anderes Bauchgefühl – 2014 wird Veränderungen bringen. Ich würde wetten wollen, dass mindestens eine von uns einen großen Jobwechsel vor sich hat – wer das sein wird…ich habe meine Vermutungen.

Aber bis dahin wünsche ich uns Drei einen guten Start ins neue Jahr!

Und natürlich allen fleissigen Mitlesern – ein tolles NEW YEAR – bis nächstes Jahr!

Wir freuen uns hier weiter unsere spannenden, stressigen, schönen Geschichtchen mit Euch zu teilen.

Besos – Helen

Wir wünschen allen ein frohes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Zeit, um das Jahr beruflich wie privat zu reflektieren. So manches ist rückblickend an Weihnachten – so wie die Bayern es sagen: “A guate Gschicht” und kann als wertvolle Erfahrung verbucht werden. Erfolge sollten jetzt gefeiert werden und über das neue Jahr attraktive neue Ziele gesteckt werden. Wir versuchen das auch immer jedes Jahr :) .

In diesem Sinne – eure Helen, Liz & Cloe

by Helen

Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt, ausgiebig Shoppen, früh Schluss machen und in Ruhe auf dem Sofa Tee trinken und Plätzchen futtern? Mein Advent war anders – wie jedes Jahr wird es zum Jahresende stressiger denn je und ich komme zu gar nichts mehr. Am letzten Arbeitstag bin ich immer so fertig, dass ich erstmal gar keinen Nerv für Weihnachten und das ganze Drumherum habe. Und immer wieder bin ich überrascht wie schnell die letzten Tage des (Arbeits-)Jahres dahingerast sind und ich kann mir nicht erklären wo die ganze Zeit plötzlich hin ist…

Diese Woche mein persönliches (negativ) Highlight – mein Chefchef (ebenfalls megagestresst) hatte ernstzunehmende aber dennoch mit mir als Person nicht in Zusammenhang stehenden Kritik an mich herangetragen. (Mit anderen Worten: Er hat mich grundlos zusammengefaltet einfach weil er schlechte Laune hatte). Natürlich ging ich gestern mit Lösungsansätzen bei ihm vorbei, um die vermeintlichen Wogen zu glätten. „Sorry nochmals wegen Dienstag, das war ja ein ganzschönes Chaos…“ – Er daraufhin: „Dienstag? Was war nochmal Dienstag?“. Da sieht man´s mal wieder. Man selbst macht sich die dollsten Gedanken, was man alles falsch gemacht hat und der Obendrüber hat´s schon wieder vergessen….

In diesem Sinne verabschiede ich mich nach einem total verrückten Jahresabschluss in einen (meiner Meinung nach sehr verdienten) Urlaub. Juhu.

Euch allen schöne Weihnachten und einen guten Rutsch!

by Cloe

Sheryl Sandbergs (Geschäftsführerin Facebook) Post auf auf ihrer Facebook Seite – ich teile ihre Meinung…:

by Cloe

Die „Sei ein Mann und setz dich durch“ oder „Mädchen, sei lieb und fleißig“ – Falle erlegen wir doch irgendwie alle in unserer Kindheit. Dies sind Prägungen getragen mit und durch die Gesellschaft, jahrtausend alte Gene in uns und die Eltern fordern oft auch noch unbewusst Stereotypen-Verhalten und Rollenbilder ein. Frauen sind dadurch oft karrieremäßig gebremst, fordern weniger ein als Männer und warten getreu dem Motto „sei lieb und fleißig“ ab, dass ihr Fleiß gerecht belohnt wird. Aber um nicht immer auf die benachteiligten Frauen einzugehen, hier das selbe Prinzip bei Männern. Folgender Link hat mich bewegt, Jungs bekommen genauso wie Mädchen Sätze gesagt, die sich wiederholen und als „Anker“ tief festigen können. Dieser Link thematisiert die Männerwelt:

In der Einführung des Videos heißt es vom Autor bewegend: “Be a man” is something we’ve all heard at one time or another, (…). Being a “man” in that sense means something completely different to me (…) than what that phrase implies. I can’t even begin to describe the toll that the concept of masculinity has taken on my life. And it’s felt everywhere. It’s time we make changes, starting from within ourselves.“

Ein Aufruf sich mit den Prägungen und Leitsätzen auseinanderzusetzen, die fest in einem verwurzelt sind. Auch Jungs dürfen weinen, sollen sich mit ihren Gefühlen auseinander setzen dürfen. Sie müssen nicht jederzeit den starken Mann darstellen, der sich und alles andere unter Kontrolle hat, sich durchsetzt. Das ist wichtig, denn im Business Leben gibt es sicher Spielregeln und Verhaltenscodexes. Hinzu kommen aber unsere angelernten Muster, die wir wohl ewig mitschleifen, wenn wir Ihnen nicht bewusst begegnet und sie für uns „entmystifizieren“. Auch diese haben Auswirkungen auf die Business Welt und die nehme ich in meinem Alltag wahr. Ich erlebe “ganz harte Männer”, die „eiskalt und durchsetzungsstark ihren Weg gehen“, dies aber offensichtlich doch nur vordergründig so ist. In Gesprächen unter vier Augen, in ganz seltenen und vertraulichen Momenten sind die Kollegen wahnsinnig nett, zeigen Gefühle und sind ganz normale Menschen, die mit sich und der Welt kämpfen. Wie alle anderen auf der Welt auch. Meist vermeiden sie diese Momente ein zweites Mal. Wahrscheinlich aus Scham. Die Fassade wird von vielen nach Außen hochgehalten. Beobachtet habe ich aber auch, dass diese Fassade so langfristig nicht erfolgreich ist. Insbesondere im Umgang mit Frauen im Business schon gar nicht. So wie Frauen bspw. niemals mit einer extremen Haltung des Abwartens vorwärts kommen werden.

by Cloe

Also ich war mal wieder baff. Ich war auf einer Messe unterwegs – gut gelaunt, bereits tolle Kontakte geknüpft und mich fleißig neu inspirieren lassen, was der Markt alles so bietet. Die Zukunft des Business ist doch so spannend. So ein Messetag schlaucht aber auch und so begebe ich mich in die Business Lounge zum Ausruhen. Ich entdecke diesen eigens eingerichteten Bereich schon am Anfang der Messe und freute mich vorher schon auf eine Pause: luxuriös eingerichtet mit bequemen Sesseln, etwas zu essen, jede Menge Zeitschriften und ruhige, entspannende Musik. Genau das richtige, um dem Messetrouble mal zu entfliehen. Ich muss sagen, so was stereotypisches hatte ich dann aber lange schon nicht mehr gesehen. Die gesamte Umgebung, alle Details waren auf den klassischen Business-„Mann“ ausgelegt, nicht auf die Business-Frau. Ich fühlte mich prompt nicht willkommen, eher geduldet. So muss sich wahrscheinlich ein Mann im Beauty-Salon nur für Frauen fühlen, wenn er mal warten muss:

Beim Essen fiel mir zunächst auf, dass nichts dabei ist, was in meine Ernährung passt – es gab Brezel, schwerer mayonnaise-haltiger Kartoffelsalat, kleine Buletten und Würstchen, Bier und ein paar zuckerhaltige (keine light) Getränke und natürlich diese kleinen fiesen Blätterteighäppchen mit Zuckerkirschen und Zuckeräpfelchen drinne. Nicht für meinen weiblichen Stoffwechsel geeignet. Wo war die Cola-light, ausreichend Wasser, Obst, leichtes Essen wie Joghurt und Salat? Frustriert nach einem Messetag nicht noch vollgestopft und zehn Kilo schwerer zu sein, verzog ich mich ohne Essen auf einen Sessel und setzte auf Entspannung. Neben mir der Tisch voller Zeitschriften. Aber: nix für Frauen. Auto-Zeitschriften, Heimwerker-Zeitschriften, GQ, Men’s Health, ja sogar der Playboy war da. Für mich maximal ein paar wenig gute Wirtschaftsmagazine. Zugegeben, ich habe sicher nicht die gnaze Masse an Bunte, Gala und In-Touch erwartet. Aber so gar keine Zeitschrift, die mich als Frau abschalten lässt? Beim Entspannen muss ich nicht unbedingt den neuen Harvard-Business Manager lesen. Musste ich aber dann. Und den Playboy kannte ich schon.