Lipstick and Laptop

by Helen

Was macht einen Job für mich attraktiv? Da ist es wahrscheinlich wie bei vielen kontroversen Themen: Fragst du fünf Leute bekommst du sechs Meinungen. Jobzufriedenheit und Jobattraktivität, das ist was sehr individuelles. Im Moment wird in meinem Umfeld fleissig nach Jobs geforstet. Und da hab ich immer wieder liebe Menschen an der Strippe, die sich mit Entscheidungen „rumquälen“. Lieber der unattraktive Job in der Traumstadt. Oder lieber pendeln? Lieber auf Geld verzichten, um in der Wunschbranche zu arbeiten, etc. Diese oder ähnliche Entscheidungen quälen doch jeden früher oder später Mal. Ich bin der Meinung, man sollte insbesondere bei der dritten oder noch weiteren Station sehr stark auf seinen Bauch hören. Während der erste Job einfach als Einstieg zu sehen ist, um überhaupt im Berufsleben Tritt zu fassen, muss – je weiter man vorankommt – einfach viel mehr passen. Daher empfehle ich immer zu prüfen, ob es in der Konstellation irgendwelche faulen Kompromisse gibt. Denn das geht schief…

Wenn der Bauch so gar nichts sagen will, hilft mir das, was ich mittlerweile das „magische Job Dreieck“ nenne:

-          Location (Wo ist der Job? Stimmt hier mein persönliche Umfeld (Familie/Freunde)? Ist die Stadt für mich attraktiv? Etc.)

-          Geld (Verdiene ich gut? Genug, um auch dort gleichen oder besseren Lebensstandard zu finanzieren?)

-          Inhalt (Begeistert mich die Position? Bekomme ich etwas, was ich mir sehr wünsche? Darf ich mich selbst verwirklichen (was
das für den Einzelnen bedeutet muss jeder selbst entscheiden)?)

Ich versuche mich immer an diesen drei Punkten entlang zu hangeln. Und mein Credo ist: Alle drei Punkte passen in den allermeisten Fällen nicht. Bzw. die Leute, bei denen alle drei Punkte stimmen, die wissen genau wie sie sich entscheiden müssen. Aber ich bin der Meinung, dass man sehr ehrlich zu sich selbst sein muss und überprüfen muss, ob wirklich zwei der drei kritischen Punkte stimmen. Wenn das der Fall ist, kann man zugreifen. Wenn nur einer oder gar keiner der drei Punkte stimmt – Finger weg! Denn dann kommt man nur vom Regen in die Traufe und Veränderung nur um der Veränderung willen bringt dann auch nichts…

by Helen

Höher, schneller, weiter – Grenzen das gibt es doch nur für die Anderen. So oder so ähnlich lief mein (Berufs-)Leben bisher ab. Ob im Studium, später im Jobeinstieg, bei der ersten Führungsposition oder jetzt nach fünf Jahren als Führungskraft – keine Herausforderung war vor mir sicher. Egal, ob ich am Wochenende durcharbeite, weil ich an meiner Doktorarbeit bastle, einen Vortrag halte oder Workshops für Studenten veranstalte. Mal eben für ein halbes Jahr auf einen anderen Kontinent? Alles kein Problem für mich.

Genau wie Cloe gestern schrieb: Es muss aber von Herzen kommen und Spaß machen. Und in letzter Zeit beschleicht mich immer öfter der Gedanke, ob es mir die Einschränkung im Privatleben wert ist, die nächste große Herausforderung anzunehmen. Beispielsweise schlug mir eine sehr geschätzte Kollegin auf der nächst-höheren Ebene vor, an einen internationalen Standort zu gehen. Sehr attraktive Stelle. Sie kennt den Standortleiter. Leider passt das bei mir privat überhaupt nicht gerade. Und so schlug ich die Möglichkeit aus. Und erntete von ihr einen – wie ich interpretierte ;-) – mitleidigen Blick. Und wisst ihr was – genauso hätte ich auch reagiert, wenn mir eine jüngere Frau erklärt hätte, dass sie wegen dem Privatleben eben nicht ein Jahr nach Timbuktu geht. Aber gleichzeitig spüre ich gerade meine eigenen Grenzen und dass ich diese für mich mittlerweile klarer ziehe. Auch wenn das bedeutet, dass ich nicht mehr jeden Sprung sofort mitmache. Gleichzeitig gewinne ich auch Gelassenheit und verfolge meine Ziele strategischer. Über den Seitenblick geärgert habe ich mich trotzdem… aber ich stehe zu meinem Bauchgefühl.

by Cloe

Der Mann mit einer neuen Idee ist ein Spinner, bis diese sich als erfolgreich erweist.

Mark Twain (1835-1910, amerikanischer Schriftsteller und Humorist)

Anmerkung der Redaktion: Also Frau auch, es sei Mark Twain verziehen, in seiner Zeit war das mit dem Mann/ Frau Thema noch rollenspezifisch anders bestellt. Message: Lebt eure Talente aus, ob als Hobby oder doch gleich die große Business Idee und bleibt dran. Mit Spass und Leidenschaft kann man nur erfolgreich sein. Und es gibt einen positiven Ausgleich zu dem Stress und all dem “Ungeliebten”, welchen wir im Alltag manchmal nicht vermeiden können.

Für uns ist es Lipstick & Laptop.

by Cloe

… ist die Frage, die ein mir für mich wichtiger Mentor immer stellt. Da komme ich mit den kritischsten Themen an, analysiere mein Umfeld, Probleme und Herausforderungen und kann tagelang mein analytisches Gedächtnis füttern mit den dramatischsten Umständen z.B. mit Frauen im Management, den Problemen der Welt und all den Verbesserungen im Business, die es für mich anzugehen gilt. Seine Frage auf alle meine Gedankengänge, die ich meistens hochclever finde und dann so ein jähes Ende in der Sackgasse finden: „So what?“

Seine berechtigte Frage, die er mit diesen zwei Wörtern immer wieder meint: Ausgangslage,  Problemstellung und Wille, dies zu verändern – super, dass sie alle da sind. Aber nach der Analyse beginnt die eigentliche harte Arbeit. Was hast du nun davon, wenn du das Problem kennst aber doch keine echte Lösung anbietest? So what mit der Herausforderung wenn es nicht weitergeht? Er bohrt in all meinen Lösungsansätzen solange nach, bis etwas wirklich Brauchbares rausfällt. Und das kann lange dauern. Dafür schätze ich ihn. Dies bedeutet die unaufhörliche Komprimierung des ursprünglich fast philosophisch weltverbessernden Ansatzes bis auch der letzte Mensch der Welt, der die Materie nicht studiert hat, winzige Stellhebel und Fragmente auf den Punkt gebracht verstanden hat. Solange, bis eine Checkliste, eine Handlungsanweisung oder eine Vorgehensweise entstanden ist, die wirklich nachvollziehbar, simpel und umsetzbar ist. Und das Problem beseitigt. Das klingt alles ziemlich logisch, doch der Business-Alltag wird nun mal überwiegend von Bedenkenträger und Philosophen beherrscht, die bis zum „So-What“ nicht einmal vordringen.

by Helen

Gestern schrieb Cloe davon, dass man sich selbst immer mitnimmt. Total richtig! Dieser Artikel trifft für mich gerade den Nagel auf den Kopf. Mein Jahr startete turbulent in vielerlei Hinsicht. Auch Job-mäßig standen etliche Veränderungen ins Haus. Mitten in dem ganzen Trubel, bekam ich von einem alten Vorgesetzten, der mittlerweile eine Top-Position inne hat, einen sehr interessanten Job angeboten. Ganz andere Aufgabe, viel mehr Verantwortung, Macht und Geld, aber auch Stress. Ich überlegte hin und her. Mein erster Impuls: Klar mache ich! Zum einen bekommt man so eine Chance nicht jeden Tag, zum anderen war ich durch die Veränderungen in meinem jetzigen Umfeld irgendwie demotiviert und fühlte mich irgendwie nicht so richtige gewertschätzt. Klar, dass es da verlockend wirkt, einfach irgendwo anders anzufangen.

Aber irgendwie spielte mein Bauchgefühl nicht mit (und ich höre mittlerweile immer mehr auf meinen Bauch). Irgendetwas störte mich an dem Gedanken, die neue Herausforderung anzunehmen. Ich kam aber erst nach einigen Wochen darauf, was es genau war. Irgendwie hatte und habe ich das Gefühlt „hier noch nicht fertig zu sein.“ Ich plädiere an dieser Stelle nicht dafür, es auf jeden Fall und in jeder Situation immer „durchziehen“ zu müssen. Dennoch finde ich es persönlich wesentlich besser, wenn ich gehe, wenn es gerade sehr gut läuft. An diesem abgeleierten Spruch „man soll gehen wenn´s am schönsten ist“ – ist für mich einfach etwas dran. Denn dass es nicht rund läuft, liegt oft auch an mir und wenn ich dann die Zelte einfach abbreche, vermeide ich unter Umständen eine wichtige Lektion für mich zu lernen und mich weiterzuentwickeln. Außerdem nehme ich dieses latente Gefühl der Unzufriedenheit bzw. das fehlende Selbstbewusstsein, die Situation nicht „richtig“ gemeistert zu haben, mit. Und das ist unter Umständen nicht die Erfolgskombi, die man für eine neue Aufgabe bleibt.

Lange Rede – Kurzer Sinn: Helen bleibt im Konzern und gibt nochmal richtig Gas.

by Cloe

Die Freude aber auch die Verzweiflung im Job kann oft groß sein. Egal wie alt, auf welcher Hierarchie, welche Aufgaben oder welche Verantwortung. Menschen hören nie auf zu lernen, sind nicht einfach fertig. Es kommt nicht endgültig nach einer Zeit des Einlernens die große „Ich bin angekommen-Phase“ und Probleme oder negativen Emotionen tauchen nie wieder auf. Das hatte ich immer als Kind gedacht: dass es im Erwachsenenalter dann irgendwann alles geregelt ist und die Nummer easy läuft. Tut es nicht wirklich. Im Besten Fall werden die Ausschläge im Alter nicht ganz so hoch, ein Schutz vor Schicksale, kritisch emotionale Situationen oder Konflikte – das gibt es nicht. Dafür dreht sich die Welt weiter, neue und unbekannte Herausforderungen tauchen regelmäßig auf. Auch noch im Alter z.B. von 64.

Warum erzähle ich das? Ich war diese Woche berührt von einem guten Freund, der fast doppelt so alt ist wie ich. Er war ganz nachdenklich und berichtete mir, wie er sich nun kurz vor der Rente Gedanken machen würde, was er in seinem Bereich alles falsch gemacht hat und er in seinen letzten zwei Jahren nicht aufgeben werde, Mitarbeiter, Kunden, Vorgesetze und vor Allem sich selber besser zu verstehen, um das Business um ihn herum noch besser zu machen. Für mich hatte er alles richtig gemacht. Seine Ruhe, Weisheit und Würde, die er sichtbar vor sich her trug, gab für mich die Beruhigung – mit mehr Berufs- und Lebenserfahrung wird die eigene Selbstkritik, das Zweifeln über die Richtigkeit des eigenen Handelns geringer.

Seine Schilderungen zeigten mir, dass seine Themen vielleicht etwas andere sind als meine, die „Größe des Päckchens“ in seinem Rucksack aber die gleiche hatte. Er schilderte sogar, dass seine Zweifel im Laufe seines Berufslebens immer ähnlich blieben, waren sie doch an seine Person gebunden und nicht an Unternehmen, Stadt oder Team. Egal wo er hinging, er nahm sich immer mit. Vor Problemen weglaufen, das bringe gar nichts. Diese würden gebunden an die Person immer mitlaufen und sich schon rechtzeitig wieder melden. Ich bewundere ihn, nie aufzuhören, sich Gedanken zu machen über andere und insbesondere über sich selbst und habe mal wieder verstanden, dass sich die Dinge nicht einfach so in Wohlgefallen auflösen. Er riet mir, nicht nur fachliche Fortbildungen zu machen, sondern auch regelmäßig  auf mich zu achten: meine Seele, meine Ängste und meine Sorgen. Sie haben ein Recht gesehen zu werden und volle Beachtung zu finden. Erst dann kann man mit Ihnen umgehen. Und nur so kann man im Ganzen besser werden. Tür auf – hinsehen – Tür weiter aufmachen – durchgehen.

by Helen

Gestern habe ich ja schon mal ein bisschen erzählt, dass ich mir im Moment die Frage stelle, ob und wie man sich mal in eine etwaige Familienpause verabschieden kann. Wer hier regelmäßig mitliest, weiß ja, dass ich gerade in eine neue Abteilung „umstrukturiert“ worden bin. Gleichzeitig hat mein altern Bereich mir auch eine Stelle angeboten und ich war stark am überlegen, ob ich diese neue Stelle annehme oder mit meiner Stelle in den neuen Bereich wechsle. Der neue Bereich ist sehr attraktiv allerdings erwartet mich ein neues Umfeld, incl. neuer Chefs, etc.

Meine Überlegung: Gehe ich mit, bin ich wieder ein relativ unbeschriebenes Blatt  – was nicht gerade förderlich für die persönliche Weiterentwicklung ist. Denn wenn deine Chefs dich nicht kennen, wer fördert dich dann? Dennoch hat mein Bauchgefühl mir geraten, dem neuen Bereich eine Chance zu geben. In diesem Bereich werden nämlich sehr attraktive Themen bearbeitet, was meinen Job wiederrum sehr interessant machen kann. Zu verlieren hatte ich nichts und ich suchte mit den neuen Chefs und der Personalleitung das Gespräch und fragte ganz konkret nach, wie meine Weiterentwicklung im neuen Bereich aussehen kann. Früher hätte ich das nicht gemacht, ich hätte erst versucht Leistung zu zeigen und zu beweisen, dass ich wirklich etwas kann. Heute weiß ich, dass man sich parallel dazu auch positionieren muss und klipp und klar sagen wo man hin will – und das am besten von Anfang an. Der Plan ging auf und ich konnte sehr gute Gespräche führen. Mittlerweile steht für mich die Entscheidung, mit in den neuen Bereich zu gehen.

Im Laufe dieser Gespräche bin ich allerdings über ein Thema gestolpert: Darf man als Frau offen mit dem Thema Familienplanung umgehen? Oder ist das ein Tabu? Ich persönlich bin ja immer ein ehrlicher Typ – und mir ist es als Vorgesetzte auch zehn Mal lieber ein Mitarbeiter sagt mir offen woran ich bin. Außerdem bin ich der Meinung, dass sich die Chefs doch auch ausrechnen können, dass die meisten Frauen irgendwann mal Kinder bekommen – oder nicht? Ist es also legitim in so einem Gespräch zu sagen, dass man sich Gedanken darüber macht, wann man so ein Thema geschickt einplanen könnte in den nächsten Jahren? Jedes Mal wenn ich eine Andeutung in diese Richtung machte waren die Reaktionen der „männlichen“ Chefs soweit in Ordnung. Andere Frauen auch auf höheren Führungsebenen signalisierten mir allerdings, dass es geschickter wäre „auf gar keinen Fall“ über so ein Thema mit den Chefs zu sprechen. Keine Ahnung, was hier der richtige Weg ist. Aber irgendwie kommt es mir ein bisschen antiquiert vor ein Thema zu Tabuisieren – oder ich bin total naiv  – eins von beiden wird’s wohl sein….

by Helen

Liz hat ja neulich hier die Frage gestellt, ob Frauen weniger Zeit für Karriere haben. Im speziellen ist ihr aufgefallen, dass bei Veranstaltungen oft nur Männer auf dem Podium sitzen oder Vorträge halten. Ich frage mich im Moment generell, ob man als Frau einfach weniger Zeit für Karriere hat. Im Sinne von weniger Jahre zur Verfügung, um Karriere zu machen. Bei meinem Alter steht jetzt schon seit einiger Zeit die „3“ vorne (Wie lange genau wissen Liz und Cloe ;-) . Ich habe keine Kinder und so langsam dämmert sogar mir – das könnte irgendwann ein Thema werden. Und dieses „irgendwann“ ist mittlerweile nicht mehr so abstrakt und weit, weit weg wie vor einigen Jahren.

Klar es gibt Elternzeit und Kinderbetreuung und so weiter. Nur irgendwie bekomme ich im Umfeld mit, dass so eine Familie einfach nicht planbar ist. Und wie schnell hat man das „Pech“ und kann eben nicht bis zur letzten Sekunde arbeiten oder schon nach sechs Monaten zurück kommen. Außerdem bekomme ich mit, wie stellenweise über weibliche Kolleginnen in der Elternzeit gesprochen wird. In der jährlichen Mitarbeiterbewertung kommt da schon mal ein Spruch wie: „Die brauchen wir doch gar nicht anzuschauen, die ist doch im Mutterschutz.“ Ich weiß, das ist überhaupt nicht böse gemeint von den Kollegen, sondern diese denken schlicht pragmatisch und es ist ja Fakt: Heute und jetzt ist die Mitarbeiterin nicht anwesend. Dennoch kommt sie ja irgendwann wieder…

Im Konzern unterliegt die Weiterentwicklung der Mitarbeiter auf die nächste Karrierestufe natürlich gewissen Spielregeln und Prozesse – verpasst man eine Leistungsbewertung, bzw. wird in einer Leistungsbewertung eben nur „gleich“ bewertet, z.B. weil man wegen Baby-Pause gerade nicht da ist, hat man ratz-fatz ein bis zwei Jahre verloren. Noch schwieriger wird es, wenn in dieser Zeit auch noch der Chef oder die ganze Struktur wechselt – dann ist man ein völlig unbeschriebenes Blatt für den „Neuen“ und muss quasi wieder von Null anfangen.

Alle diese Faktoren machen ein „gutes Timing“ für die Familienphase fast unmöglich. Und damit finde ich schon, dass Frauen ziemlich unter Druck stehen schneller Karriere zu machen. Denn wer vor den entscheidenden Schritten wenn auch nur kurz weg ist, verliert unter Umständen gute Chancen.

by Cloe

In der ganzen Diskussion im Miteinander von Frauen und Männern, ob Führungskraft oder nicht, wird es oft schnell persönlich. In kleineren Firmen fast noch schneller als in größeren Konzernen. Codes of Ethics, Codes of Conduct, Business Manners und sonstige Verhaltensregeln haben mal durch die Kultur oder schriftlich verfasste Vorschriften Einzug gehalten. Je größer das Unternehmen, je mehr Vorschriften auch hierzu. Mal mega streng, mal oberflächlich beschrieben oder gar missverständlich eingeführt. Manch Kampagnen wie der großen Compliance oder der Diversity Debatte haben oft mehr Unsicherheiten und falschen Umgang geschürt, als geholfen. Oft herrscht viel Verwirrung was im Miteinander nun konform ist, was sind gar menschenfeindliche oder geschäftsschädigende Verhaltensmuster, wo sich Menschen eigene Regeln und  Gesetzte auf die Fahne schreiben. Minderheiten können dadurch benachteiligt oder gar geschädigt werden.

Ok, die Büchse der Pandora habe ich nun ganz groß aufgemacht und möchte sie an dieser Stelle auch ganz schnell wieder zu machen. Es geht in der Firma nicht um einen Überlebenskampf zwischen Personen, sondern grundsätzlich mal um ein wirtschaftliches Ziel, das idealerweise bei den Mitarbeitern positive Betroffenheit und Sinnstiftung auslösen soll, zum Mitmachen animiert und alle für das Gemeine sowie Individuelle Interesse an einem Strang ziehen. Im Miteinander zählt für mich Respekt, Wertschätzung und dem anderen die eigene Würde lassen, also nicht das Gesicht zu verlieren. Das kann doch eigentlich nicht so kompliziert sein. Ist es aber oft, wie man im Alltag feststellen kann. Hier mein Aufruf an die Männer: „Gentlemen at work“-Einstellung wird all dies unterstützen – und Frauen lieben Gentlemen ;) – und mein Tipp an die Frauen: Die Dame im Schachbrett genießt ebenfalls bei eigener damenhafter Haltung viel Anerkennung und Respekt und man behandelt sie dementsprechend auch wie Eine: Go the Lady-Way :)

by Cloe

… ist eine einfache Voraussetzung für eine gute Führungskraft. Alle Ratgeber hin oder her, Instrumente der Menschenführung und Strategien, um seine Mitarbeiter und seinen Bereich unter „Kontrolle“ zu bringen – die bringen gar nichts, wenn man seine eigene Mitarbeiter nicht als Menschen betrachten kann. Mit Gefühlen und Herz. Menschen zu mögen, ist im Grundsatz der Skill, der meiner Meinung nach in jedem Vorstellungsgespräch oder Assessment Center geprüft werden sollte. Es gibt immer noch viele Führungskräfte – und ja, davon hatte ich auch schon einige – die tatsächlich Angst vor ihren Mitarbeiter haben, Nähe von Ihnen nicht ertragen konnten und das Miteinander von Menschen ablehnten. Informationen, die Bedürfnisse oder Ängste widerspiegeln, abgelehnt hatten, weil sie keinen blassen Schimmer haben wie damit umgehen. Wer sind meine Mitarbeiter, was wollen sie? Das darf keine Bedrohung sein, sondern eigenes Interesse. Jeder Einzelne ist individuell, hat andere Stärken und Schwierigkeiten, die man als Führungskraft in einem gewissen Rahmen kennen sollte. Und bitte nicht missverstehen, es geht nicht um große psychische Sozialstudien oder Aushörtaktiken. Einfach Menschen mögen und sich für die Person dahinter interessieren. Das ist alles.