Lipstick and Laptop

by Cloe

In der Beratungswelt geht es um Services und das haben einige nicht verstanden. Im Grunde geht es in allen Business Kontakten um mehr oder weniger einen „Service“. Einer muss dem anderen etwas abliefern, was er oder sie sich wünscht, ob jetzt intern in einer Organisation oder extern zu „echten Kunden“. Warum hier immer noch einige Mitarbeiter und auch Kundenbetreuer so tun, als ob sie bei positiv serviceorientiertem Verhalten ihr Gesicht verlieren würden, kann ich einfach nicht verstehen. Solch ein Verhalten, was schließlich Wertschätzung und Leistungserbringung vereint, kann doch nicht so schlecht verbreitet sein, soll es doch auch die höchste Form der Befriedigung sein, zu „Geben“.  Ist es aber, fällt es mir in meinem beruflichen Umfeld extrem auf. Jeder 3. scheint es grob verstanden zu haben und positiv für sich zu nutzen. Der Rest „quält“ sich damit rum und versteht es nicht welche Grenzen es nach oben oder unten gibt. Wir sprechen hier nicht von Sklaverei oder Selbstaufgabe, lediglich von der zuvorkommenden Art die Kundenwünsche zu erfüllen, die auch bezahlt werden. Ist doch eine viel angenehmere Atmosphäre. Bei soviel Service-Wüste werde ich den heutigen Tag einfach vergessen. Und der liebe Henry bestätigt dies doch nur:

Ein Unternehmen, welches sich engagiert Kundenservice zuwendet, wird nur eine Sorge bezüglich seiner Gewinne haben. Sie werden peinlich groß sein.

Henry Ford, (1863-1947, Gründer des Automobilherstellers Ford Motor Company)

by Helen

Mittlerweile habe ich ja richtig Geschmack an meiner neuen Strategie gefunden. Ich habe hier ja berichtet, dass ich mich derzeit stärker auf Netzwerken zu konzentrieren und dafür aufhöre, allzuviel zu Strampeln und im stillen Kämmerlein Fleissarbeiten zu machen.

Es wirkt Wunder. Ich werde sichtbarer, ich platziere meine Themen viel aktiver und insgesamt, macht mir mein Job auch mehr Spaß.

Daher möchte ich das Thema auf ein neues Level bringen: ich möchte mir selbst eine neue Herausforderung geben. Eine “Helen-Challenge” sozusagen. Zwei Themen sind mir dabei wichtig. Ich bin leicht von Leuten genervt und stecke sie in Schubladen. Ich korrigiere meine Meinung dann natürlich auch, aber oft fühlt sich der andere schon abgelehnt und man kann den Schaden nicht mehr kitten. Dabei gibt es doch an jedem Menschen Dinge, die gut sind. Und die man mögen kann. Nur schaue ich wahrscheinlich im Alltag nicht oft genug hin. Daher werde ich in den nächsten vier Wochen zwei Dinge tun. Nummer 1: Ich werde jeden Tag jemandem ein ernst gemeintes Kompliment machen, um meinen Blick für das Gute zu schärfen. Nummer 2: Ich werde jede Woche einmal mit jemandem Essen gehen, den ich eigentlich nicht leiden kann oder mit dem ich noch nicht warm geworden bin.

Challenge accepted – ich werde berichten!

by Cloe

Auch bei mir gibt es dieses Jahr wieder verdammt viele Umbrüche – Erfolgreicher Abschluss einer Promotion, Umzug in eine neue Stadt und neuer Job stehen an. Die totale Veränderung, die in der heutigen Zeit unter “Flexibilität” selbstverständlich gefordert wird. Ich selber habe es aber auch so gewollt und an dieser Stelle möchte ich einfach den lieben Mark Twain zitieren, der mich in den vielen Umbrüchen immer bestätigt hat. Nicht selten stecke ich in einer Sache drin, die ich mal wieder neu starte und denk mir dabei, warum ich auch immer wieder das Neue Unbekannte aufgreifen muss, hat es doch auch Tücken und viele Fettnäpfen in Petto, die man dabei einfach mitnimmt. Doch das ist es Wert, sehen wir mal in unsere Zukunft. Danke Mark für die Bestätigung im Wandel auch ein paar schwierigere Wellen auszuhalten:

Zwanzig Jahre von jetzt wirst du über die Dinge enttäuscht sein, die du nicht getan hast, als diejenigen, die du getan hast.

Mark Twain (1835-1910, amerikanischer Schriftsteller und Humorist)

habe fertig! Endlich…

Dr. Helen – ungewohnt aber sehr stolz.

Danke an alle, die mich unterstützt haben (in den immerhin fast 4 Jahren!!!)

by Helen

Wir mache im Moment ein Projekt mit einer Strategieberatung – nein, ich nenne keine Namen.

Und ich muss sagen, es macht mir richtig Spaß. Früher wäre ich genervt gewesen und hätte mich gefragt: wofür brauche ich das überhaupt – ist sowieso nur Geldverschwendung. Heute denke ich: mal gucken was ich mir so abgucken kann. Und das ist eine ganze Menge. Die Kollegen takten unsere Führungsmannschaft richtig durch. Alle 12 Stunden werden Statusberichtet verschickt und Templates erstellt. Und das ganze Medien wirksam über den großen Verteiler gejagt. So verbreitet man eine Stimmung der Geschäftigkeit.

Was ich aber wirklich geschickt finde, ist das Thema „ Es wurde schon alles gesagt – aber noch nicht von jedem“. In Meetings schafft es der Projektleiter der Strategieberatung immer gute Äusserung von Kollegen aufzugreifen, neu zu formulieren und damit zu glänzen. Rechthaben durch Wiederholen – und keiner durchschaut die Masche. Das probier ich jetzt auch mal…