Lipstick and Laptop

by Cloe

Gestern hat Liz so einiges auf den Punkt gebracht. In Ihrem Artikel “Achtung Stutenbissig” hat sie das Thema zu was oder wem einige Frauen werden können, nur nicht zu einem authentischen weiblichen ICH thematisiert. Werden viele leitende Frauen wirklich zu schlechten Männer? Oder machen sogar Männer die Frauen zu einem schlechten Abgleich ihrer selbst? Hier ein Hinweis auf die “Ban Bossy” – “Verbannt Bossy” Kampagne von Sheryl Sandberg, CEO von Facebook, die sich hier mit Beyoncé, Condoleezza Rice und Victoria Beckham zusammengetan hat. Sie möchte verhindern, dass das Image des Begriffs „Bossy“ an Frauen haftet und ihnen schadet. Bossy steht für herrisch, rechthaberisch und barsch. Schon kleinen Mädchen, die Stärke zeigen, mehr im Mittelpunkt stehen und die Dinge in die Hand nehmen, werden in den USA und auch im Rest der Welt – ja auch in Deutschland – schnell mal der Begriff „bossy“ um die Ohren gehauen, der eine klare Abwertung und Frauenfeindlichkeit aufzeigt.

Schon im Kindesalter lernen kleine Mädchen, die nicht als herrisch, barsch oder rechthaberisch gelten wollen – und wer will das schon – sich daher zurückzunehmen. Sollten sie doch weiblich weich wirken. Missverständlicherweise hören laut Sandberg Mädchen diesen Begriff als „Negativ-Prädikat“ vier Mal soviel wie Jungs. Jungs werden in der Regel für Dominanz und Durchsetzungsstärke belohnt. Das ist aber nicht Sinn der Sache. Männer zeigen im Business häufig noch die Sorge bei einer Chefin, dass diese sich zu bossy aufführen könnte.

Ich bewundere Mrs. Sandberg, dass sie über den Kampf gegen diesen Begriff in Bezug auf junge Mädchen eine ganze Diskussion über Frauen und Männer im Business am Leben hält. Sie zieht eine Aufmerksamkeit auf sich über einen einfachen Aufsatz ihres erlebten Kindheits-Traumatas. Sie kämpft für den Schutz von kleinen Mädchen UND Jungs, die über diesen Begriff ihre Prägungen erhalten, die beiden im Berufsleben später mal wieder im Wege stehen werden.

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