Lipstick and Laptop

by Helen

Ok – jetzt kommt ein kontroverses Thema. Ich mag kein Job-Sharing bei Führungskräften. Damit meine ich, dass sich zwei Leute mit jeweils einer halben Stelle eine ganze Stelle teilen. Denn 1+1 ergibt meiner Meinung nach einfach nicht 2 – zumindest nicht in diesem Fall. Es mag vielleicht sein, dass sich bestimmte Tandems wunderbar ergänzen, immer einer Meinung sind und super gut darin sind sich abzustimmen. In der Realität erlebe ich aber viel zu oft, dass die eine Hand nicht weiss, was die andere tut und sowohl Mitarbeiter, Chefs als auch Schnittstellenabteilungen hinterher total konfus sind.

Leider sind diese Tandems bzw. Job-Sharing Partner ja meistens Frauen. Und noch schlimmer finde ich, wenn das Job-Sharing dann auch noch als Entschuldigung benutzt wird, uninformiert zu sein.

Beispiel von letzter Woche: Großes Abstimmungsmeeting. Alle haben Präsentationen dabei. Eine Kollegin kommt zu spät und ohne Präsentation. O-Ton: “Hallo zusammen, ich bin die Job-Sharing Partnerin von der Frau xy und sie hat alles bisher gemacht. Und daher weiss ich jetzt leider nicht genau worum es hier geht und kann auch sonst nicht viel dazu sagen”. Wenn man sich so vorstellt, dann stellt man doch auch gleich das ganze Modell des Job-Sharing in Frage. Hätte sie sich “ganz normal” vorgestellt als die Führungskraft, die sie schließlich ist und hätte die Verantwortung dafür übernommen, dass sie nicht vorbereitet ist, hätte ich das wesentlich souveräner gefunden.

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