Lipstick and Laptop

By Cloe

Ich bin Freigestellt und kann meine Freizeit genießen. Oder? Eine Anekdote, die mein Gefühls-Auf-und-Ab beschreibt: Ich gehe um 10 Uhr zu Edeka, habe nichts mehr zu essen im Haus. In meinem „nicht-gehetzt-relaxten-Einkaufs-Schlender-Modus“ fallen mir zum ersten Mal die Leute um mich herum auf und die Atmosphäre im Supermarkt. War ich doch bisher als Berufstätige immer die Letzte kurz vor Ladenschluss, gehetzt, irgendwas in den Korb schmeißend und in einer langen Schlange von Gleichgesinnten an der Kasse stehend.

Mein Bild jetzt: keine langen Schlangen an der Kasse, relaxte Verkäuferin, die gemütlich die Regale vollräumen, eine kleine Gruppe schlendernder Rentner, eine ganz kleine Gruppe schwänzender Schüler, eine etwas größere Gruppe von Müttern mit ihren Kindern bis 4 Jahre alt, die gar nicht mal so gestresst aussehen, wie ich immer dachte. Und vielleicht 2 Studenten, schätz ich wegen des Alters. Und ich. Ich merke, dass ich meine Peer-Group verloren habe. Wie die Gesellschaft doch leicht zu segmentieren ist. Ich muss schmunzeln und beschließe die Zeit positiv zu nutzen, die Dinge um mich herum bewusster wahrzunehmen und vor allem alles nicht so ernst zu nehmen. Lächelnd habe ich meine Einkäufe gemacht… Ich gehöre jetzt einer kleineren Randgruppe an. Na dann :)

Leave a Reply