Lipstick and Laptop

by Cloe

Das Manager Magazin bringt zum Thema Frauenquote eine auffallende Schlagzeile: “Führungspositionen machen Männer froh – und Frauen depressiv”. Ich muss zugeben, diese Überschrift hat mich etwas schockiert. In meinem Kopf prüfte ich all meine Gefühle rund um meinen Erfolg als Führungskraft ab – wie habe ich mich gefühlt, was waren meine Antreiber, wo habe ich mich nach Erfolg erschöpft oder als Heldin unendlich stark gefühlt. Ich muss zugeben, solch Schlagzeilen verwirren mich. Ich habe manchmal Angst selber die Realität nicht von “eingebildeten” Problemen unterscheiden zu können. Sowas hatte ich als Kind oder Jugendliche doch auch nicht? Ich bin instinktiv meinen Weg gegangen und dem gefolgt, was mich glücklich machte, was ich für richtig hielt. Im Artikel heißt es:

“Frauen in Führungspositionen zeigen häufiger depressive Symptome als Frauen in weniger einflussreichen Jobs – das ist das Ergebnis einer Studie zweier amerikanischer Wissenschaftlerinnen. Mehr noch: Im Job erfolgreiche Männer seien hingegen weniger häufig depressiv als ihre Geschlechtsgenossen weiter unten in der Firmenhierarchie.”

Der Bezug zur Frauenquote und dass es weitere Instrumente der Förderung bedarf, wird am Ende zu kurz betrachtet und lässt mich mit dieser Schlagzeile mit schlechten Gefühlen zurück. In welche Richtung ich mein Leben und mein Engagement leiten soll, weiss ich jetzt nicht. Am Ende heisst es nur:

“Andere Studien und Eindrücke aus der Wirtschaft zeigten allerdings, dass Frauen in vielen Jobs nach wie vor benachteiligt würden. Entsprechend dürften strukturelle Maßnahmen – wie etwa die neue Frauenquote – nicht die einzigen Instrumente zur Stärkung weiblicher Top-Arbeitskräfte bleiben.”

Der konkrete Vorschlag von Idealansätze im Miteinander gibt es wohl immernoch nicht. Das große “Aha-Erlebnis” noch weit entfernt. Gut aber, die Diskussion weiter am Leben zu erhalten, ist die Gesellschaft in dieser hohen Entwicklungs-Geschwindigkeit doch mitten im Umbrunch und braucht neue Orientierung – für Frau und Mann.


2 Responses to “09. Januar – Erfolg ganz oben macht depressiv?”

  • Sandra1979 Says:

    Hallo Cloe,
    interessanter Artikel. Aber da gibt es andererseits auch ettliche Studien, die zeigen, dass Hausfrauen tendentiell depressiver sind als berufstätige Frauen. Insofern findet sich wohl wieder für jedes Thema eine Studie, die das beweisen will ;-)
    Insofern jeder wie es ihm/ihr am besten tut…
    LG und toller Artikel,
    Sandras

  • Cloe Says:

    Hallo Sandra,
    guter Einwand! – Aber schon mal super, dass sich mit dem Thema beschäftigt wird – jede Studie hilft im Thema Verständnis und Integration weiter. Diskutieren ist immer gut.
    Ich denke es gibt noch mal einen Unterschied zu berufstätig und berufstätig in einer Führungsposition. Ob die Verantwortung einer Führungsposition schwerer lastet als volle Berufstätigkeit ohne disziplinarische Führungsverantwortung ist hier eine berechtigte Frage… Ich für mich glaube, dass das jeder für sich individuell entscheiden sollte und seinen eigenen Weg finden muss mit Erfolg und Glück im Beruf umzugehen.
    Liebe Grüße – Cloe

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