Lipstick and Laptop

by Helen

Mein Job im Konzern fühlt sich im Moment an wie eine Sinuskurve. An einem Tag bin ich völlig entnervt von all der Politik und der Langsamkeit und dem Ignorieren von Notwendigkeiten und dem ewig, alten, gleichen Trott und dem “das-haben-wir-immer-schon-so-gemacht” und….. (oh je – alleine das drüber Schreiben nervt mich).
Und dann kommen doch wieder Lichtblicke. Gestern war ich echt entnervt. Mal wieder so eine Aktion, die einen auf die Palme bringt. Irgendeiner meinte, meinem Chef Zahlen zeigen zu müssen, die mein Team betreffen aber nicht mit mir abgestimmt waren. So dass ich in Folge dessen wieder meinen Tag damit verbringen durfte meinem Chef zu erklären, wieso die Zahlen nicht stimmen. (Der schlechte Geschmack im Mund, warum sich der Kollege nicht mit mir abgestimmt hat, bleibt aber trotzdem). Am Nachmittag des selben Tages dann die nächste “Freude”. Das Facility Management will mehr Platz für neue Büros gewinnen und wir sollen Büroflächen räumen bzw. verkleinern. Wir “säßen ja eh wie in einem Tanzsaal”.
Darauf resultierte dann die nächste tolle Aufgabe des Tages: Beweisen, dass wir den Platz brauchen. Zeigen, wieviele Mitarbeiter dauerhaft oder in Teilzeit wie, wo und wann sitzen. Und damit wieder die ewig bohrende Fragen: Was hat das mit meinem Job zu tun?

Die Wendung:
Mein Kollege schickte mir per mail eine Einladung zu einem Meeting mit dem besagten Facility Management.
Kollege: “Mit der Bitte um Ihre Teilnahme an der Abstimmung zwecks Flächenbedarf.”
Ich (konnte ich mir nicht verkneifen): “Nehme gerne teil. Mit oder ohne Tanzschuhe?”
Heute morgen im e-mail Eingang las ich die Antwort und lachte mich echt kaputt.
Kollege (sehr trocken): “Bitte mit Ballettschuhen – in Sachen Zukunftsorientierung !!! Ballettänzer brauchen weniger Platz…”

One Response to “21.Juni – Sinuskurve”

  • JJ Says:

    hahahaha, sehr gut!!!

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