Lipstick and Laptop

by Cloe

Das Thema der Frauenquote ist abgelutscht, langwierig anstrengend und irgendwie aussichtslos im Konsens. Ich muss aber kurz was dazu sagen: Ich habe meine erste Management-Position angetreten mit den begleitend gehässigen Worten eines Kollegen: Ach ja, bestimmt über die Quote bekommen. Ich bin vor Überraschung fast vom Stuhl gefallen, denn zum einen hat Deutschland sich (nun zu meinem Bedauern) keine gesetzlich Quote für die Wirtschaft auferlegt und zum anderen hat auch meine Unternehmung keine eigen gesetzte Quote. Fazit: Gehässige Sprüche ohne jegliche Grundlage. Ich habe also meine Management-Position durch so ziemlich alles erlangen können, nur eben NICHT über die der hier ja nicht vorhandene Quote.

Meine Meinung, Mädels: genau an dieser Stelle brauchen wir die Quote jetzt erst Recht gesetzlich verankert, wenn die Einfärbung der ungerechtfertigten Beförderungen eh schon da ist. Mal polarisierend gesprochen: in meinem Umfeld werden nur die absoluten Überflieger-Frauen gefördert. Solche, die am Besten mehrere Studiengänge absolviert haben, im Ausland ewig verbracht haben, eigene Gesetze rausgebracht haben, die Welt gerettet, alle Projekte mit 150% Erfolgsquote durchgebracht haben und 10 Mal mehr Fleißarbeit an den Tag legen wie Männer. Auch im Urlaub. Also sprechen wir doch genau dann erst von absoluter Gleichberechtigung, wenn von den dann erreichten 50% Frauen in den Management-Positionen hier wiederum mindestens 40% völlige unfähige Vollpfosten-Damen sitzen, die weder fachlich noch sozial kompetent genug sind ihren Job annähernd gut zu machen und gleichzeitig ihren Mitarbeitern das Leben schwer machen – so läuft es doch bis dato mit der “Mehrheit-Management-Rasse Männer” ab ;) oder?

Und jetzt mal auf den Punkt: Ohne Gesetze würden wir wahrscheinlich noch Hexen verbrennen und kein schwules Paar je heiraten können. Ist doch so. Alles beginnt mit einem Gesetz und wird dann zur akzeptierten Normalität.

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