Lipstick and Laptop

by Cloe

Bringen wir es doch mal auf den Punkt: jede Frau, die grob plus/ minus nach 1975 geboren wurde, ist schon lange auch per Gesetz gesellschaftlich prima verankert, absolut gleichberechtigt aufgewachsen und sollte im Grunde keine Spur von Benachteiligung im ganz großen Stil erfahren haben. Blick auf unser aller jüngste Vergangenheit: wir alle haben den Krabbelkreis, Kindergarten, Schule und Ausbildung, ggf. Studium hinter uns gebracht – hier werden Mädels wie Jungen nach denselben Prüfungsinhalten und –kriterien geprüft. Lehrer sind pädagogisch im Bestfall optimal geschult, um die Individualität jedes Schülers zu fördern und auf das (ja, auch berufliche) Leben vorzubereiten. In Studien wird erkennbar, dass Mädchen in der schulischen und studentischen Laufbahn sogar im Durchschnitt die Fleißigeren sind, notentechnisch sogar viel besser abschneiden. Fazit: Girls janz weit vorn, ihnen steht die Welt offen. Und mal ehrlich, keinem Elternteil würde es an dieser Stelle auch noch im Traum einfallen ihrer Tochter blockierende und verwirrende Ansichten wie „Du brauchst dich in der Schule nicht anstrengen, du landest doch eh als Hausfrau mit Kindern hinter dem Herd“ oder „deine Noten in der Schule sind schlecht – macht doch nichts – bald versorgt dich doch ein oberwichtiger und viel kompetenter/ intelligenter Mann finanziell“, einzutrichtern… Als Frau, und da spreche ich aus eigener Erfahrung ist man in den ersten 25 Lebensjahren eh viel zu sehr damit beschäftigt sich zu bilden, seinen Weg zu finden, sich selber zu verstehen und sich mit Mädels wie Jungs gleichen Alters auseinander zu setzen. Speziell frauenfeindlich merkwürdige Situationen sind sicher auch zu finden, aber vielleicht leichter aus dem Weg zu gehen oder zu vergessen – das Leben ändert sich einfach zu schnell.
Doch irgendwann kommt eine grobe Settle-Phase, in der auch Frau längere Zeit an einem Ort beruflich hängen bleibt. Die einen früher, die anderen später. Ab jetzt werden im Job auch die Männer auf einen aufmerksam was da die junge Frau denn nun so mittelfristig vor hat. Hat sie ein Studium wird es für das Umfeld spannend. Will sie nur sehr gut ausgebildet eine Assistenzfunktion für immer wahrnehmen, eine interessante Expertenlaufbahn einschlagen oder doch gar Führungs- und Managementaufgaben wahrnehmen? Ab dem Alter 26/27 wird es dann spannend für alle Beteiligte drum rum. Als Mädel macht man noch fleißig seinen Job, will inhaltlich lernen, ist wissbegierig und stochert auch im Privaten oft noch in der Findungsphase rum. In dieser Phase sind mir zwei faszinierende, aber auch zutiefst verwirrende Dinge passiert, die schlicht die Steinzeit wieder in das fortschrittliche „Heute“ katapultieren… see Teil 2 tomorrow :)

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