Lipstick and Laptop

by Helen

…und der nächste Einflussfaktor. (Diamonds are a girls best friends….)

Faktor Geld “verdienen”:
Ich beobachte immer wieder, dass die Stellen, die finanziell am attraktivsten sind, von Männern besetzt sind. Dies kann man sogar in Bereichen beobachten, in denen tendenziell mehr Frauen als Männer arbeiten (ich will hier nicht auf die “Frauenberufe” vs. “Männerberufe” Diskussion hinaus). Zielsicher sind es immer Männer, die auf den finanziell besten Posten sitzen auch in Domänen, in denen es oft sonst nur Frauen gibt. Zum Beispiel im Human Resources Bereich. Die “normalen” Personaler sind meist Frauen, die Personaler, die sich um Auswahl, Betreuung und Weiterentwicklung der Führungskräfte kümmern (und damit besser bezahlt sind) sind meist Männern. Die Krankenschwester ist meist eine Frau, der Pflegedirektor, der Pflegedienstleiter, etc. ein Mann. Jetzt könnte man denken, das liegt offensichtlich daran, dass die Leistung von Frauen eben weniger gewürdigt wird. Das ist aber nur ein Teil der Wahrheit. Im Unterbewusstsein spielt sich aber auch folgendes ab: Wir denken automatisch, dass ein Mann das Geld braucht, um eine Familie zu ernähren. Während wir bei Frauen nur davon ausgehen, dass sie zum Einkommen des Mannes beitragen (der Dazu-Verdiener sind) oder das Geld gar nur für “Luxusausgaben” wie eine Art Taschengeld verwenden. Und wem gönnen wir unterbewusst das Geld: den armen Kindern, die hungrig um den Esstisch sitzen oder dem Louis Vuiton Laden? Unterbewusst findet unsere Gesellschaft, dass ein Mann das Geld schon deshalb mehr “verdient”, weil wir instinktiv davon ausgehen, dass er es notwendiger braucht. Und Positionen auf denen man mehr Geld verdient, sind in der Regel auch diese Positionen, in denen man mehr Einflussmöglichkeiten und mehr Macht hat, was uns wieder zurück zum zweiten Faktor führt.

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