Lipstick and Laptop

by Helen

Und last but not least: Der letzte Faktor, der die weibliche Karriere beeinflusst:


Faktor politische Einflussnahme der deutschen Bundesregierung:

Viele Karrieren beginnen am Anfang mit einem ganz normalen Einstiegsjob (außer man erbt ein Unternehmen oder wird direkt durch einflussreiche Förderer in andere Dimensionen gehoben). Dieser Einstiegsjob ist mit einem ganz normalen Einstiegsgehalt verknüpft, das in aller Regel nicht sehr hoch ist. Gerade in diesen ersten Berufsjahren, ist daher die Verlockung groß, sich durch die Gesetzgebung unserer Regierung (Ehegattensplitting, Familienversicherung der Krankenkasse und seit neustem “Herdprämie”) dafür bezahlen zu lassen, nicht zu arbeiten. Und der, der weniger verdient bleibt daheim. Und selbst wenn all die Gründe, die ich aufgezählt habe, nicht existieren würden und Frauen gleich behandelt und bezahlt würden, auch dann würde der Mann in einer Beziehung (fast) immer mehr verdienen. Warum? In unserer Gesellschaft sind zwei Dinge tradiert: Erstens ist das Beziehungsmodell “Mann älter als Frau” gesellschaftlich voll akzeptiert (während Beziehungen, in denen die Frau älter ist, als der Mann immer noch eher kritisch gesehen werden und damit die Ausnahme sind). Zweitens gilt, je länger man bereits in seinem Beruf oder seiner Firma arbeitet, desto mehr verdient man. Daher wird ein Mann, der drei, vier, fünf Jahre älter ist als “seine” Frau, automatisch fast immer mehr verdienen, als seine jüngere Frau. Schlicht und ergreifend, weil sie noch gar nicht so lange arbeitet wie er und dementsprechend noch gar nicht die Gelegenheit hat, in diese Gehaltsdimension aufzusteigen. (Dass sie dorthin wahrscheinlich aus oben genannten Gründen auch nicht aufsteigen würde, sei mal außer Acht gelassen.)

So nach dem “Jammertal” werde ich nächste Woche konstruktiv: Wie kann eigentlich eine gesunde Frauenquote aussehen?

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