Lipstick and Laptop

by Helen

In zwei Tagen habe ich ein Gespräch. Mit meinem Chef-Chef-Chef (oh ja wir haben hier viele Hierarchien im Konzern – man könnte fast meinen da drüber kann keiner mehr kommen – aber weit gefehlt…).

Jedenfalls ist das ein schwieriges Gespräch für mich. Denn ich weiss nicht, was ich ihm rüberbringen will. Normalerweise ist das ja ganz einfach. Man überlegt sich was sein eigenes Ziel für so ein Gespräch ist, überlegt sich was das Ziel des anderen ist. Dann überlegt man sich wo die Gemeinsamkeiten und Unterschiede liegen und wie man das verkaspern könnte. So, dass es für beide passt oder zumindest so, dass ein vernünftiger Kompromiss herauskommt. Aber ich drehe das Thema jetzt seit sechs Wochen im Kopf herum und mir fällt nicht ein, was ich tun könnte. Zumal ich auch seine  Position nicht 100% einschätzen kann.

Tatsache ist, dass er mir gerne einen neuen Job verpassen würde (meinen jetzigen mache ich seit zwei einhalb Jahren). Es wäre eine Rotation auf gleichem Level, ein Vorstellungsgespräch hatte ich bereits. Tatsache ist allerdings auch, dass ich diesen Job nicht will. Ich habe versucht es mir schön zu reden, habe über mein Netzwerk versucht mehr Infos über die Stelle zu bekommen, um ihr vielleicht doch noch was Positives abzugewinnen… Aber es nutzt nix – I mog net! Leider ist aus Perspektive meines Chef-Chef-Chefs diese Stelle allerdings die wichtigste und tollste Stelle überhaupt (Vor ca. 100 Jahren hat er die Stelle selbst mal gemacht). Wie bringe ich ihm also rüber, dass ich das nicht so sehe? Ohne undankbar zu wirken? Oder bin ich vielleicht undankbar? Sollte ich nicht vielleicht doch die Arschbacken zusammenkneifen und den Job, den er mir angedeihen lassen will machen? Runiniere ich nicht meine Karriere, wenn ich jetzt nein sage? Bzw. wie und mit welchen Argumenten kann ich “nein” sagen, so dass es wenigstens halbwegs positiv bei ihm ankommt.

Ich nehme an “Ich habe einfach keine Lust” ist nicht das richtige Argument ;-) – Aber irgendwie bin ich mittlerweile an einem Punkt, wo ich auch mal an mich denken will. Ob das richtig ist, weiss ich nicht, aber jeden Mist einfach hinnehmen, das kanns ja auch nicht sein. Zumal ich dann auch noch mindestens zwei Jahre durchhalten müsste. Zwei Jahre meines Lebens – sie ist mir so kostbar geworden meine Zeit, dass ich sie sinnvoll nutzen will. Und ich bin so selbstbewusst geworden, zu sagen, dass nur ich den Sinn bestimmen kann und darf.

Und jetzt muss ich das irgendwie gut verpackt bekommen ;-) ! Hilfe!

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