Lipstick and Laptop

by Liz

Helen hat gestern die Sinnhaftigkeit ihres Jobs hinterfragt…. Lustig, denn auch ich habe mich in den vergangenen Wochen intensiv mit dieser Frage auseinandergesetzt. Ich möchte mich beruflich verändern – die Arbeit in der Verwaltung ist zwar super spannend, abwechslungsreich und herausfordernd; die Verwaltung ist aber einfach nicht „meine Welt“.

Nachdem ich auf die perfekte Stelle gestoßen war, mich aber eine Woche lang nicht dazu bewegen konnte, meine Bewerbung abzuschicken, verordnete ich mir einen langen Spaziergang, um den Gründen dafür auf die Spur zu kommen. Ich habe mich gefragt, was mir im Job wichtig ist, wo meine Ängste liegen, was mich an meinem aktuellen Job stört und was ich richtig gut finde. Ich habe mich an meine Träume und Ziele erinnert, die ich irgendwie im Alltags-Flow vergessen habe….

Eines ist mir bei all diesen Überlegungen glasklar geworden: Ich möchte etwas Sinnhaftes machen. Ich möchte mit meiner Arbeit etwas bewegen. Natürlich kann ich nicht die Welt retten, aber ich kann dazu beitragen, dass sich im Kleinen etwas bewegt und verändert. Das ist es auch, was mir an meinem derzeitigen Job so gut gefällt. Ich bin nah am Bürger dran, durch mich erfahren die Menschen, was in ihrer Stadt passiert. Ich sorge für Transparenz und vermittle zwischen Bürgerschaft, Öffentlichkeit und Verwaltung – das ist großartig und ich liebe es.

Vor nicht allzu langer Zeit war es mir wichtig, möglichst viel zu verdienen, ein schickes Auto zu fahren und schnellstmöglich Eigentum zu erwerben – also getreu dem Motto „Mein Haus, mein Auto, meine Jacht“. Ganz ehrlich, auf mein gutes Gehalt möchte ich nicht verzichten, finanzielle Sicherheit ist mir wichtig, aber das ist eben nicht alles. Ich glaube es ist gut und wichtig, sich ab und an diese Frage zu stellen, die Frage nach dem Sinn des Lebens. Nur so können wir Kurs halten und unsere Ziele erreichen, Träume leben. Denn irgendwie verlieren wir uns alle hin und wieder im Alltags-Dschungel und streben immer höher, weiter und wollen mehr und mehr erreichen. Der Weg ist das Ziel – heißt es so schön. Ich habe meinen Kurs korrigiert und bin gespannt, wohin mich die Wellen als nächstes tragen werden.

One Response to “29. Januar – Mein Haus, mein Auto, meine Jacht – oder der wahre Sinn des Lebens”

  • Ralph Says:

    Hi,
    ob vieleicht die Jahreszeit prädestiniert ist für neue Richtungsentscheidungen? Ich finde wenn es Abends dunkel ist hat man halt Zeit über solche Themen nach zu denken….. Mal sehen was ich mach. Guter Anstoß, Danke!

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