Lipstick and Laptop

Paris: Für die einen die Stadt der Liebe (kenne tatsächlich zwei Freundinnen, die in Paris einen Heiratsantrag erhielten). Für mich hat Paris eher die Assoziation “Arbeit”, da die Zentrale meines letzten Arbeitgebers dort und ich dementsprechend öfter auch dort war. Einmal war ich sogar eine ganze Woche dort, ohne auch nur einmal den Eifelturm zu sehen (ja so Business-mäßig abgeklärt bin ich in Paris unterwegs!).

Hotel/Übernachten:
Das ist in Paris wirklich kniffelig: Ich habe hier schon alles erlebt (mein zweit-schlimmstes Hotelerlebnis war in Paris). Daher halte ich mich gerne an Hotelketten: Der Nachteil mit Ketten ist, dass man nichts besonderes erlebt. Der Vorteil ist, dass man nichts besonderes erlebt ;-) . Sehr zu empfehlen ist zum Beispiel das “Ibis” Hotel (24 Rue Trébois, Levallois-Perret), in Levallois sind zahlreiche Firmenzentralen, aber man muss sich natürlich vorher überlegen, welcher Stadtteil am günstigsten für die jeweilige Reise ist. Die Entfernungen können sehr weit sein). Das Hotel hat einen süßen Innenhof, in dem man sehr schön mit dem Laptop sitzen kann. Außerdem ist es um das Hotel drum herum sehr schön zum Bummeln (kleine Lädchen, hübsche Häuser, Bars, Cafes, etc.) Ansonsten war ich noch in drei oder vier anderen Hotels, überragend war davon allerdings keines. (Es lohnt sich sicherlich kritisch ein paar Internetbewertungen zu lesen oder vorher die Kollegen zu befragen, die schon dort waren).

Joggen/Sport/Wellness in Paris:
Geht in Paris überraschend gut. Ich selbst war schon entlang der Seine joggen (einfach auf den Stadtplan nachschauen, ob es am Seineufer in deiner Nähe einen Bürgersteig gibt (ist leider nicht immer der Fall). Beliebt bei Joggern ist auch der “Parc du Luxembourg”. Hier hat man immer viele Joggerkollegen und auch was zum Gucken.
Wenn man einen Nachmittag ein paar Stunden zur Verfügung und Lust auf einen Spaziergang hat, kann man über die vielen Treppen im Montmatre hinauf bis zur Kirche “Sacre Coeur” klettern. Die Kirche an sich ist sehenswert, aber das eigentlich atemberaubende ist der Blick auf Paris von oben. Für den ersten Parisbesuch ein “Muss”.

Shopping in Paris:
Sicherlich muss ich nicht viel tun um meine werten Leserinnen davon zu überzeugen, dass Shopping in Paris natürlich einmalig toll ist. Wer aus Zeitmangel schnell “alles” auf einem Fleck haben will, ist mit dem Einkaufszentrum “Forum des Halles” sehr gut bedient. Insbesondere (französisch/spanische Ketten) Mango, Promod, etc. lohnen hier den Besuch, da die Preis nicht europäisch einheitlich sind und diese in Frankreich manchmal günstiger sind.

Nicht verpassen sollte man mindestens eines der großen Luxuskaufhäuser. Zum Beispiel die “Galeries Lafayette” (40 Boulevard Haussmann) mit ihrem eindrucksvollen Kuppelbau (und mit einer gut sortierten Souvenirabteilung für alle, die noch Mitbringsel oder Geschenke suchen).
Das Thema Designer in Paris ist eigentlich schon eine eigene Webseite wert. Dennoch möchte ich euch mein Lieblingslabel nicht vorenthalten. “Sessun” (59 Rue Fbg St Antoine) macht zwei Kollektionen im Jahr und ich decke mich bersonders gerne mit farbenfrohen Röcken und Kleidern ein.

Restaurants/Bars/Nightlife
Gut essen ist in Paris kein Problem! Eigentlich kann man fast an jeder Ecke ein Steak frites oder ähnliche Bistro Standards in super Qualität bekommen, zum Beispiel stilecht im Montmatre. Einfach reintrauen ;-) .
Ein sehr leckeres Mittagesen findet man im Marais an einem der zahlreichen Falaffelstände. Mittlerweile schon fast eine Falaffelmafia, aber die Qualität ist trotzdem weiterhin hoch. Ein weiterer Tip fürs Mittagessen sind die zahlreichen City-Niederlassungen der Lebensmittelkette “Carrefour” (zum Beispiel: 9 Rue De Faubourg, Montmarte, 61 Rue Haxo, 84 Rue St Dominique). Dort bekommt man Salate, Quiches und vieles mehr in unglaublicher Auswahl und Qualität sowie praktischen Ein-Frau-Portionen. Einfach mitnehmen und sich draußen ein schönes Plätzchen suchen. Dort kann man sich auch mit den neusten Design-Mineralwasser Fläschchen für die Business Handtasche eindecken.
Kaffee und Croissants sowie diverse Muffins, Galettes und Tartes gibt es bei der französischen Konditoreikette “Paul” (zum Beispiel: 63 Rue Montorgueil, 14 Boulevard Saint-Michel, 55 Boulevard Haussmann) in sehr guter Qualität auch “to go” – prima fürs schnelle Frühstück oder die kurze Pause am Nachmittag.
Wer mal Lust auf etwas anderes hat bekommt im “Paradis du fruit” (32, av de Wagram) farbenfrohe Salate und cross-over Snacks in Probiertportionen. Abends verwandelt sich der Laden in eine hippe Cocktailbar.

Sightseeing Tipp: Wer Kunst interessiert ist aber für das Louvre einfach keine Zeit hat, sollte sich überlegen das “Musee d`Orsay” zu besuchen. Hier hängen viele der berühmten Impressionisten und wenn man morgens kurz vor der Öffnung dort ist, erspart man sich lange Schlangen und Gedränge. In ein oder zwei Stunden kann man sich schon einiges anschauen und vor allem den toll-restaurierten Bau (ehemaliger Bahnhof) bewundern und einen Kaffee trinken.

Paris Nashorn Kunst Kunstmuseum

Nashorn vor dem Musee d´Orsay

PS: Das Nashorn ist das Wappentier der Business Frau: Sei dickhäutig!