Lipstick and Laptop

Ich glaube ich kenne wirklich niemanden, der von Barcelona nicht sehr beeindruckt war. Ob das nun am Meer und dem guten Wetter liegt, der tollen Architektur, der allgemeinen Stimmung auf der Straße oder den super Shopping Möglichkeiten, weiss ich nicht. Wahrscheinlich ist es einfach die tolle Mischung aus allem, die die Hauptstadt von Katalonien zu einem besonderen Erlebnis macht. Ich war jedenfalls schon öfter in Barcelona als ich an einer Hand zählen kann (was aber nicht nur am Job liegt, sondern weil ein Teil meiner Familie temporär dort wohnte) und ich finde auch die Wandlung spannend die Bacelona jedes Mal mitmacht. Von der relativ unbekannten Vor-Olympia Stadt, über die moderne Transformation in den 90gern bis hin zum Lieblings-Drehort diverse (Hollywood) Filme, was Barcelona endgültig zu Weltrum und den damit verbundenen Trouristenströmen verhalf. Man kann es heute kaum glauben, aber es gab tatsächlich Zeiten, zu denen man die Eidechse im Park Guell für sich alleine hatte!

Hotels/Übernachtung:
Ein absoluter Trend (der sein Geld auch wirklich wert ist) sind runde Designerhotels mit 360 Grad Dachterrasse (nebst Swimming Pool). Die letzten Male war ich in einem solchen Hotel unterwegs und kann es nur empfehlen. Nichts ist entspannender, als den Abend auf einer Sonnenliege mit Blick über die Stadt ausklingen zu lassen. Empfehlen kann ich daher das “Barcelo Raval” (Rambla de Raval 17), das durch sein super Frühstücksbuffet und seine absolut zentrale Lage (ca. 500 Meter von der Flaniermeile Ramblas und dem Hafen entfernt) punktet. Etwas außerhalb im Viertel “Forum” liegt das “Condal Mar” (Carrer de Cristóbal de Moura, 138) ebenfalls sehr schön mit Dachterrasse und Aussicht.

Jogging/Sport/Wellness:
Wenn man in einem Hotel außerhalb der Innenstadt ist, kann man Abends am Stand entlang Joggen. Auch die diversen Parks bieten sich hier an. Allerdings ist die Innenstadt einfach zu voll, um von einem Hotel wie dem Barcelo Raval direkt loszulaufen. Daher lohnt sich in Bacelona sicherlich ein Hotel mit Fitnessstudio. Oder Schwimmen gehen am Strand (Achtung am Wochenenden sind die Stadtstrände tagsüber völlig überfüllt). Der schönste Tipp ist eigentlich Abends (zumindest im heißen Sommer sind die Temperaturen tagsüber enfach zu heiß dafür) auf einen der Hausberge Barcelonas (“Montjuic” oder “Tipidabo”) hochzukrabbeln. Sightseeing, toller Ausblick und Beine-Po Workout inclusive.

Shopping in Bacelona:
Der Platz auf dieser Webseite reicht nicht aus, um einen kompletten Shopping Führer für Bacelona zu erstellen. Ich glaube das grenzt an ein Lebenswerk. Das gute für arbeitende Ladies ist: Die Geschäfte haben oft bis 21 oder 22 Uhr geöffnet, so dass man wirklich auch nach der Arbeit Zeit hat, ein bisschen shoppen zu gehen. Aus Effizienzgesichtspunkten lohnt es sich sicherlich in ein Einkaufszentrum zu gehen. Im Forum bietet sich hier zum Beispiel das “Diagonal Mar” (Avinguda Diagonal 3. Forum) an. Hier findet man alle wichtigen Markenshops auf einem “Haufen” und voll klimatisiert. So bleibt man länger fit und kann menr Tüten schleppen ;-) . Im Hafenareal gibt es sehr zentral das “Maremagnum”, das auch eine große Auswahl an Läden anbietet. Will man Shoppen und Sightseeing kombinieren ist der “Passeig de Gracia” die richtige Adresse. Die Jugendstilstraße startet gegenüber der Ramblas am Placa Catalunya und bietet die beiden wichtigsten Gaudi Stadthäuser aber auch Markenshops und Designer Boutiquen auf beiden Seiten der breiten Allee. Es lohnt ich vor allem bei den spanischen Ketten (Mango, Zara, Desigual, etc.) zu shoppen, da die Preise deutlich günstiger sind, als in Deutschland. Findet man echt an jeder Ecke. Es gibt auch zahlreiche Ketten, die es bei uns nicht oder nur selten gibt. Zum Beispiel das Wäschelabel “Intimissimi” (Carrer Gran de Gràcia, 153.

Außerdem gibt es in Barca viele Designer, die Mode, Schmuck und Taschen nur für ihren eigenen Laden entwerfen. Ich bin zum Beispiel über einen sehr schönen Laden mit Designermode (z.B. Handgestrickte oder gehäkelte Pullover) und Schmuck gestolpert – “Candela” (Carrer Colomines 14) in dem ich am liebsten jedes Teil mitgenommen hätte – es blieb allerdings bei einer Kette, einem roten Pullover und einer Lederhandtasche.
Als Mitbringsel finden sich natürlich überall Souvenierstände mit Fächern, Gaudi-Mosaik-Eidechsen und ähnlichem. Ein, im wahrsten Sinne des Wortes, süßer Gag sind die sogennanten “Happy Pills” Läden (Carrer de l’Argenteria, 70). Hier werden Gummibärchen in Pillendosen und Arzneiflaschen verkauft, die man selbst labeln kann: “Nervenahrung für gestresste Topmanagerinnen” zum Beispiel.

Essen und Nightlife in Bacelona:
Auch zu diesem Thema könnte ich Bände füllen. Aber ich versuche es bei ein paar Must-Gos zu belassen. Einfach losstiefeln und irgendwo reingehen ist in Barcelona nicht empfehlenswert, denn oft ist die Qualität schlecht und die Preis überteuert. Weiss man allerdings wo man hingehen kann, kann man super Essen und Trinken. Für einen Mittagssnack in der Innenstadt empfiehlt sich das “El Raval”. Das ehemalige Nutten- und Drogenviertel (gibt es eigentlich ein eleganteres Wort für Nutten- und Drogenviertel?) mausert sich mittlerweile zum In-Bezirk: Bio-Restaurants, Szenebars und Imbisse reihen sich aneinander. Besonders gefallen hat mir die Bar “Mendizabal” (Junta de Comerc 2), wo es leckere Bocadillos in interessanten Kombinationen und frisch gepresse Säfte gibt. Belag-Kombi-Empfehlung von mir: Serrano Schinken, Ziegenkäse, Ruccola, Mango und Balsamico Creme. Hier kann man auch Abends leckere Cocktails trinken. Wenn alle Plätze belegt sind kann man ums Eck zum “Rita Blu” (Placa Sant Agusti 3), das durch eine große Cocktailkarte punktet.
Etwas außerhalb der Stadtmitte aber mit sehr leckeren Cocktails ist das “Creps Barcelona” (Calle Verdi 15, Metro Fontana), dort erhält man außerdem – wie der Name schon sagt – Crepes mit allerlei Füllungen. Generell ist in der Calle Verdi allerlei geboten und zu jeder Tages- und Nachzeit tummeln sich hier die Spanier.
Wer einmal Original spanische Fischküche erleben will (und das sollte eigentlich jeder wollen, der in Spanien in einer Stadt am Meer ist), der ist im Port Olympic genau richtig. Hier reihen sich auf der Moll de Gregal zahlreiche Restaurants nebeneinander. Zuerst denkt man, es handelt sich hier um Touri-Nepp, aber wenn man bei seinen spanischen Arbeitskollegen nachfragt, hört man, dass auch zahlreiche Spanier hier essen gehen. Getestest und für sehr gut befunden ist “La Fonda del Port” (Moll de Gregal 7-10). Hier bekommt man Fangfrischen Fisch, Fischsuppel, Paella oder einfach nur Sepia vom Grill. Sehr lecker.

Viel Spaß beim Ausprobieren der Tipps und beim Entdeckungstripp durch Europas Kult Metropole!

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