Lipstick and Laptop

by Cloe

Herrlich, eine Bekannte von mir aus England postet folgende Status-Meldung heute früh auf Facebook:

“After 6 years of study at Monash I can say that I passed every single subject in my degree and soon I’ll be starting as a real-life Mechanical Engineer. All those glass ceilings, closed doors and boys clubs are just notions, just ideas. They’re not tangible. You can’t see, feel or touch them. They can only exercise power over you if you let them, if you choose to believe in them. So screw you, glass ceiling. I can open the door for myself. And I’ll join the boys club.”

Abgesehen davon, dass ich unglaublich stolz auf Sie bin, ihren Abschluss geschafft zu haben – war dies eine Status-Meldung, die mich zum Lächeln gebracht hat. Ihre Einstellung zum “Boys Club” – so leicht und unbeschwert, hat mich befreit. Befreit, die eigenen schwierigen und komplizierten Erlebnisse in der Männerdomäne nicht mehr zu schwer zu nehmen. “Man kann jeden Tag alles anders und besser machen”. In Erinnerung an diesen Spruch, drück ich auch bei mir mal wieder auf “Reset” und schließe mich den Einstellungen der jüngeren Nachzüglerin an. Denn die Welt bleibt nicht bei den prägenden Erlebnissen der Vergangenheit stehen, sondern entwickelt sich nun mal weiter. Danke dir Louise für die Anregung das eigene Mindset immer wieder zu hinterfragen und anzupassen!

by Cloe

Es ist merkwürdig. Das Thema Wettbewerber ist eine ganz heiße Sache hier in meinem Unternehmen. Natürlich lande auch ich beim Wettbewerber wie fast jeder, der geht. Das ist der Grund für die hohe Fluktuation in dieser Branche – gut ausgebildeten Mitarbeitern, die sich weiterentwickeln wollen, bekommen hier und da eben Angebote, die das Bedürfnis der Weiterentwicklung befriedigen und als Unternehmen selber wachsen wollen. Irgendwie ist es doch eine emotionale Sache geworden bei allen Beteiligten, zumindest spüre ich das. Doch wie oder warum man kündigt, es geht das Unternehmen doch eigentlich nichts an? Doch darum geht es wahrscheinlich nicht wirklich, es sind oberflächlich vorgeschobene Argumente.

Denn: ich höre wie in der die IT und Personalabteilung gearbeitet wird. Gerüchte werden an mich herangetragen mich freizustellen. Das macht mich nervös, da ich damit nicht rechne, für meine Position eher unüblich. Meinen Mitarbeitern gegenüber wollte ich noch nichts sagen, muss den Schritt selber erst mal verkraften. Zu viele Fragen würden aufkommen und es sind noch einige Fragen ungeklärt, wann z.B. mein letzter Arbeitstag sein würde. Hört sich alles ziemlich wild an. Ist es gefühlt auch. Unternehmen sind manchmal schrecklich. Und ich wahrscheinlich im Umgang auch, mache mir einen zu großen Kopf. Wir sind eben ein ganz großer Krabbenkorb. Und im Krabbenkorb geht jetzt einer, das ist für alle Beteiligten betreffend und bewegend.

So rational und sachlich sich im Unternehmen verhalten wird, hier findet eine Trennung statt und das bewegt nun mal. In manchen Momenten fühlt es sich wie ein Staatsverbrechen an und in manch anderen Momenten muss ich an die gleichgültigen Worte eines alten Chefs von mir denken, der trocken dazu nur zu sagen hatte:  „Reisende sollte man nicht aufhalten“.

by Helen

Ich hatte letzte Woche einen schönen „Da-ist-was-wahres-dran-Moment“. Und zwar habe ich ein tolles Zitat der US-amerikanischen Autorin/Schauspielerin/Moderatoren Tina Fey gelesen. „My unsolicited advice to women in the workplace is this. When faced with sexism, or ageism, or lookism, or even really aggressive Buddhism, ask yourself the following question: “Is this person in between me and what I want to do?” If the answer is no, ignore it and move on. Your energy is better used doing your work and outpacing people that way. Then, when you’re in charge, don’t hire the people who were jerky to you.”
Als Frau und Führungskraft kommt man meiner Meinung nach irgendwie gar nicht an dem ganzen Mann-Frau-Emanzipations-Themenwirrwarr vorbei. Leider führt dies dazu, dass man sehr oft diejenige ist, die versucht in Diskussionen oder Meetings einen differenzierteren Standpunkt zu dem Thema rüberzubringen. Weil man einfach so Aussagen wie „Die ist im Mutterschutz“ (= die Kollegin macht gerade Elternzeit) oder „die macht ja nur Teilzeit“ (= arbeitet aber trotzdem genauso viel „weg“ wie ihr Kollege in Vollzeit) einfach nicht unkommentiert stehen lassen will. Aber bringt das was? Kann man auch noch den letzten Vollidioten überzeugen, dass wir immer noch nicht in einer gleichberechtigten Gesellschaft leben? Muss ich immer diejenige sein, die diese Fahne hochhält? Nein sicher nicht. Ich bin jetzt selektiver und halte es mit dem Zitat oben!

by Cloe

Ich hatte euch im letzten Blog von dem Fussball Beispiel und dem Rolleneinsatz Frau berichtet. Die Unsicherheit auf beiden Seiten was nun richtig ist und was nicht, bedeutet doch die Sehnsucht nach Etikette, Regeln und Rollenbilder, die von allen einigermaßen gleich verstanden werden und das positiv Maximum für alle rausholt. An dieser Stelle etwas aus der Vergangenheit, jüngere mögen es vielleicht nicht kennen:

Gab es doch schon in den 50er und 60er Jahren tatsächlich ein Buch, was der Frau beschrieb, wie sie sich zu verhalten habe gegenüber ihrem Mann. Ein Rollenverständnis, was zweifelsohne klare Orientierung gibt. Ein Auszug aus der Zeitschrift „Housekeeping Monthly“ in der Ausgabe vom 13. Mai 1955 stellt die Regeln zusammen. Daraus zitiere ich die Top Punkte, die mich als 1980 Geborene nur ins Staunen versetzt. Mit offenem Mund. Und diesem „Ich bin Baff Blick“. Und dem „Das gab es wirklich?“ Gedanken im Kopf. Ein skurriles Sittenbild. Ich bitte um Entschuldigung, es sind etwas viele Punkte geworden, aber ich konnte nicht mehr kürzen, so unglaublich die doch alle sind… :

  • Halten Sie das Abendessen bereit. Planen Sie vorausschauend, evtl. schon am Vorabend, damit die köstliche Mahlzeit rechtzeitig fertig ist, wenn er nach Hause kommt. So zeigen Sie ihm, dass Sie an ihn gedacht haben und dass Ihnen seine Bedürfnisse am Herzen liegen. Die meisten Männer sind hungrig, wenn sie heimkommen und die Aussicht auf eine warme Mahlzeit (besonders auf seine Leibspeise) gehört zu einem herzlichen Empfang, so wie man ihn braucht.
  • Machen Sie sich schick. Gönnen Sie sich 15 Minuten Pause, so dass Sie erfrischt sind, wenn er ankommt. Legen Sie Make-up nach, knüpfen Sie ein Band ins Haar, so dass Sie adrett aussehen. Er war ja schließlich mit einer Menge erschöpfter Leute zusammen.
  • Seien Sie fröhlich, machen Sie sich interessant für ihn! Er braucht vielleicht ein wenig Aufmunterung nach einem ermüdenden Tag und es gehört zu Ihren Pflichten, dafür zu sorgen.
  • Machen Sie die Kinder schick. Nehmen Sie sich ein paar Minuten, um ihre Hände und Gesichter zu waschen (wenn sie noch klein sind). Kämmen Sie ihr Haar und wechseln Sie ggf. ihre Kleidung. Die Kinder sind ihre “kleinen Schätze” und so möchte er sie auch erleben. Vermeiden Sie jeden Lärm.
  • Seien Sie glücklich, ihn zu sehen.
  • Begrüßen Sie ihn mit einem warmen Lächeln und zeigen Sie ihm, wie aufrichtig Sie sich wünschen, ihm eine Freude zu bereiten.
  • Hören Sie ihm zu. Sie mögen ein Dutzend wichtiger Dinge auf dem Herzen haben, aber wenn er heimkommt, ist nicht der geeignete Augenblick, darüber zu sprechen. Lassen Sie ihn zuerst erzählen – und vergessen Sie nicht, dass seine Gesprächsthemen wichtiger sind als Ihre.
  • Der Abend gehört ihm. Beklagen Sie sich nicht, wenn er spät heimkommt oder ohne Sie zum Abendessen oder irgendeiner Veranstaltung ausgeht. Versuchen Sie stattdessen, seine Welt voll Druck und Belastungen zu verstehen. Er braucht es wirklich, sich zu Hause zu erholen.
  • Beklagen Sie sich nicht, wenn er spät heimkommt oder selbst wenn er die ganze Nacht ausbleibt. Nehmen Sie dies als kleineres Übel, verglichen mit dem, was er vermutlich tagsüber durchgemacht hat.
  • Schieben Sie ihm sein Kissen zurecht und bieten Sie ihm an, seine Schuhe auszuziehen. Sprechen Sie mit leiser, sanfter und freundlicher Stimme.
  • Fragen Sie ihn nicht darüber aus, was er tagsüber gemacht hat. Zweifeln Sie nicht an seinem Urteilsvermögen oder seiner Rechtschaffenheit. Denken Sie daran: Er ist der Hausherr und als dieser wird er seinen Willen stets mit Fairness und Aufrichtigkeit durchsetzen. Sie haben kein Recht, ihn in Frage zu stellen.

Krass oder? Eines muss ich anerkennend zugestehen. Die Regeln sind klar und geben Orientierung. Hält sich jeder dran, gibt es kein Durcheinander. Aber Fakt ist, dass das obige natürlich absurd ist und sich daher auch aufgelöst hat. Was können wir also in heutigen Zeiten tun, um die Orientierung für Frauen UND Männer wieder hinzubekommen. Transparenz und das Erzeugen eines gleichen Verständnis ist hier sicher der Schlüssel zum Erfolg. Es wird noch ein längerer Weg für uns Frauen und Männer werden. Aber das bekommen wir schon irgendwie hin. Und bis dahin gehen wir jetzt erst mal alle auf Oktoberfest. Die Mädels im Dirndl und die Jungs in ihrer Lederhosen. Das steht schon mal fest.

by Cloe

Die Fußballweltmeisterschaft. Schön war es. Und darüber haben wir bei einem Business-Mittagessen, zwei Herren, ich die Dame, gesprochen. Die Stimmung, das Mitfiebern und der tolle Sieg eines Teams, was gezeigt hat, gemeinsam zum Ziel zu kommen. Mit viel Leidenschaft und Zusammenhalt. Dann der Spruch am Mittagstisch: „Sagt mal und was sollten dann am Ende eigentlich die Spielerfrauen da auf dem Feld? Die passen da doch gar nicht hin, schon gar nicht in der tussigen Aufmachung“ (empörtes männliches ernst gemeintes Gesicht schaut mich an). „Die Kinder von Klose waren ja ok, aber die Tussis haben da doch echt nix zu suchen. Das ist doch ein Männerspiel und der Sieg ist mit seinen Fans und dem Trainer zu feiern“.

Ja wo haben denn die Frauen nun etwas zu suchen? Wer sagt denn jetzt, dass Frauen von Spielern im Anschluss und vor den Fernsehkameras nichts zu suchen haben? Gibt es da ein TV Etikette Handbuch, was die Ladies hätten vorher berücksichtigen sollen? Nein, deren Erscheinen war 100% mit Jogi, dem Verein und den Medien abgesprochen. Das wollte man doch so. Ein Bruch mit dem Selbstbild des Fußballs? Schwule Fußballer und nun auch noch Frauen auf dem grünen Rasen Minuten nach dem Sieg? Klingt ein bisschen wie nach etwas unglaublich Verruchtes. Ich muss ja schon etwas schmunzeln. Das mit dem Rollenbild ist doch überhaupt fürchterlich durcheinander gekommen. Und was meine Diskussion heute Mittag angeht, zeigt es doch, dass die Männer auch nicht mehr durchsteigen. Frauen wissen nicht, wie sie sich in den Männerdomänen behaupten sollen und Männer wissen in ihren Männer-Domänen nicht, wie sie die Frauen integrieren sollen, ohne gerade die spaßigen Dinge, die ihnen wichtig sind, aufgeben zu müssen. Nach den armen benachteiligten Frauen, kommen jetzt also die armen Männer, die man die letzten 50 Jahre irgendwie nicht mitgenommen hat in der Entwicklung der Frauen. Morgen muss ich dazu noch was spannendes aus den 50er und 60er Jahren berichten…

by Cloe

Viele Frauen (und sicher auch Männer) machen sich einen riesen Kopf, wenn sie etwas neues Großes anfangen. So etwas wie eine Führungsposition z.B. übernehmen, Mama werden, einen Hund zulegen oder in einem neuen Unternehmen eine völlig neue Stelle annehmen, die man so noch gar nicht gemacht hat. Irgendwie diese Kategorie wo man eine neue „Rolle“ übernimmt. Sich anders verhalten muss, andere Handlungen und Verantwortungen ausüben muss. Das Stichwort „erlernen“ ist dabei ganz wichtig. Wenn wir in dieser Position sind, sind wir da auch irgendwie hingekommen. Völlige Blockade oder Lähmung, weil man sich nun so gar nicht vorstellen kann, was man machen soll, ist Fehl am Platz und irritiert das gesamte Umfeld. Deswegen, weil man seine „Rolle“ eben nicht richtig annimmt.

Auch ich hadere oft mit neuen Rollen und habe das Gefühl, diese erst aufwendig und mit viel Zeit erlernen zu müssen, ich habe das Gefühl, dass ich in Wirklichkeit noch lange nicht da bin. So entsteht natürlich eine Überforderungssituation, die nicht förderlich ist. Und ich spreche jetzt nicht vom Gegenteil – der völligen Selbstüberschätzung. Bei dieser Variante, bei der die eine oder andere Person gerne mal eine Rolle übernimmt, sich dabei für perfekt hält und die nötige Sensibilität nicht mehr an den Tag legt. Eine, die es einfach Bedarf, wenn man in neuen Gewässern schwimmt und neue Erlebnisse bewerten muss. Auch hier hat mir ein intelligenter Mann auf die Sprünge geholfen: „Mach dir keinen Kopf, du musst es nicht erst werden, du bist es schon.“ Ich habe etwas länger gebraucht es zu verstehen, doch die Message kam bald an: Fühl dich nicht so, als ob du es nicht kannst, denn die Entwicklung hat dich bereits dahin gebracht, also kannst du es schon irgendwie. Fühl dich wie vollwertig in der Rolle angekommen und sei einfach nur wachsam. Lebe sie jedoch schon voll, es ist keine Testphase. Eine Testphase, die du im Übrigen auch nicht brauchen würdest.


by Cloe

In der ganzen Diskussion im Miteinander von Frauen und Männern, ob Führungskraft oder nicht, wird es oft schnell persönlich. In kleineren Firmen fast noch schneller als in größeren Konzernen. Codes of Ethics, Codes of Conduct, Business Manners und sonstige Verhaltensregeln haben mal durch die Kultur oder schriftlich verfasste Vorschriften Einzug gehalten. Je größer das Unternehmen, je mehr Vorschriften auch hierzu. Mal mega streng, mal oberflächlich beschrieben oder gar missverständlich eingeführt. Manch Kampagnen wie der großen Compliance oder der Diversity Debatte haben oft mehr Unsicherheiten und falschen Umgang geschürt, als geholfen. Oft herrscht viel Verwirrung was im Miteinander nun konform ist, was sind gar menschenfeindliche oder geschäftsschädigende Verhaltensmuster, wo sich Menschen eigene Regeln und  Gesetzte auf die Fahne schreiben. Minderheiten können dadurch benachteiligt oder gar geschädigt werden.

Ok, die Büchse der Pandora habe ich nun ganz groß aufgemacht und möchte sie an dieser Stelle auch ganz schnell wieder zu machen. Es geht in der Firma nicht um einen Überlebenskampf zwischen Personen, sondern grundsätzlich mal um ein wirtschaftliches Ziel, das idealerweise bei den Mitarbeitern positive Betroffenheit und Sinnstiftung auslösen soll, zum Mitmachen animiert und alle für das Gemeine sowie Individuelle Interesse an einem Strang ziehen. Im Miteinander zählt für mich Respekt, Wertschätzung und dem anderen die eigene Würde lassen, also nicht das Gesicht zu verlieren. Das kann doch eigentlich nicht so kompliziert sein. Ist es aber oft, wie man im Alltag feststellen kann. Hier mein Aufruf an die Männer: „Gentlemen at work“-Einstellung wird all dies unterstützen – und Frauen lieben Gentlemen ;) – und mein Tipp an die Frauen: Die Dame im Schachbrett genießt ebenfalls bei eigener damenhafter Haltung viel Anerkennung und Respekt und man behandelt sie dementsprechend auch wie Eine: Go the Lady-Way :)

by Liz

Meine Freundin regt sich tierisch über ihren Chef auf. Er beachtet sie kaum, interessiert sich nicht wirklich für ihre Themen und oben drauf macht er unangemessene Kommentare, kritisiert sie unverhältnismäßig oft und sehr scharf, ist aber nie für ein Gespräch bereit und scheut jeder Art der Konfrontation. Sie ist richtig frustriert. Eigentlich beschwert sie sich jedes Mal, wenn wir telefonieren, über ihren Job, ihren Chef und überhaupt – alles ist doof. Mal zweifelt sie an seinen Führungskompetenzen und dann redet sie sich wieder ein, dass sie wahrscheinlich nicht gut genug ist und seinen Ansprüchen einfach nicht gerecht werden kann. Einen normalen Umgang miteinander haben die beiden auf jedenfall nicht und es schien immer, dass sich daran auch nie etwas ändern wird.

Bis zu dem Tag, als die Neue kam: lange blonde Haare, schlanke Beine, schmale Taille und ein Dekolleté zum dahinschmelzen – so eine „90-60-90“ Frau eben. Der Chef war auf einmal wie ausgetauscht. Sagte morgens freundlich guten Tag, hielt die Türe auf, tanzte regelrecht um die neue Kollegin herum, Mittagessen hier, Besprechung da – und meine Freundin kotzte ab. „Hübsche Frauen haben es einfach leichter“, meint sie. Ist es wirklich so?

Wenn wir mal ehrlich sind, dann umgibt sich jeder gerne mit „schönen“ Menschen. Leute, die eine besondere Ausstrahlung haben, einen irgendwie mitreißen können, immer lachen oder einfach nur hübsch anzusehen sind. Schön hat nicht nur etwas mit dem äußerlichen Aussehen zu tun. Es ist das Gesamtpaket von äußerlicher Schönheit, Ausstrahlung, Charisma und Selbstbewusstsein! Ich versuche meine Freundin zu motivieren, sage ihr, wie toll sie ist, erinnere sie daran, was sie alles kann und leistet. Ich bin mit ihr shoppen gegangen, habe sie motiviert wieder mehr auf ihr Äußeres zu achten. Denn auch sie war einmal eine dieser „Bombe-Frauen“, die den Gang entlang kamen und nach der sich alle Männer und Frauen umgeschaut haben. Sie hat dieses innere Leuchten und ihr Selbstbewusstsein nur irgendwie ein wenig verloren. Nun gilt es, es wieder zu aktivieren und zu finden. Denn jeder kann strahlen, leuchten und positiv auf das Umfeld wirken. Es liegt einfach nur an unserer ganz persönlichen Einstellung und Haltung.

Ich sage daher: Ja, schöne Frauen haben es leichter! Also los, finde deine Schönheit! :)

by Cloe

Gestern hat Liz so einiges auf den Punkt gebracht. In Ihrem Artikel “Achtung Stutenbissig” hat sie das Thema zu was oder wem einige Frauen werden können, nur nicht zu einem authentischen weiblichen ICH thematisiert. Werden viele leitende Frauen wirklich zu schlechten Männer? Oder machen sogar Männer die Frauen zu einem schlechten Abgleich ihrer selbst? Hier ein Hinweis auf die “Ban Bossy” – “Verbannt Bossy” Kampagne von Sheryl Sandberg, CEO von Facebook, die sich hier mit Beyoncé, Condoleezza Rice und Victoria Beckham zusammengetan hat. Sie möchte verhindern, dass das Image des Begriffs „Bossy“ an Frauen haftet und ihnen schadet. Bossy steht für herrisch, rechthaberisch und barsch. Schon kleinen Mädchen, die Stärke zeigen, mehr im Mittelpunkt stehen und die Dinge in die Hand nehmen, werden in den USA und auch im Rest der Welt – ja auch in Deutschland – schnell mal der Begriff „bossy“ um die Ohren gehauen, der eine klare Abwertung und Frauenfeindlichkeit aufzeigt.

Schon im Kindesalter lernen kleine Mädchen, die nicht als herrisch, barsch oder rechthaberisch gelten wollen – und wer will das schon – sich daher zurückzunehmen. Sollten sie doch weiblich weich wirken. Missverständlicherweise hören laut Sandberg Mädchen diesen Begriff als „Negativ-Prädikat“ vier Mal soviel wie Jungs. Jungs werden in der Regel für Dominanz und Durchsetzungsstärke belohnt. Das ist aber nicht Sinn der Sache. Männer zeigen im Business häufig noch die Sorge bei einer Chefin, dass diese sich zu bossy aufführen könnte.

Ich bewundere Mrs. Sandberg, dass sie über den Kampf gegen diesen Begriff in Bezug auf junge Mädchen eine ganze Diskussion über Frauen und Männer im Business am Leben hält. Sie zieht eine Aufmerksamkeit auf sich über einen einfachen Aufsatz ihres erlebten Kindheits-Traumatas. Sie kämpft für den Schutz von kleinen Mädchen UND Jungs, die über diesen Begriff ihre Prägungen erhalten, die beiden im Berufsleben später mal wieder im Wege stehen werden.

by Cloe

Der Blog thematisiert die unterschiedlichsten Problemstellungen im Thema Frauen im Management, das leidige Thema der Frauenquote und Frauen im Business im Allgemeinen – sowie alle wichtigen Beteiligte drum rum. Ein Zwischenfazit von mir: Die wirklichen Hindernisse liegen doch da, wo viele nicht hinsehen wollen, weil es so kompliziert und vielschichtig erscheint – im „Kleinen“: Das Miteinander von Mann und Frau an sich im ganz normalen Alltag und nicht der Live-Spot auf die einzige Vorstands-Dame, die es da irgendwie mit Ausnahmeprozesse hin geschafft hat. Wo sind die Regeln des Aufstieges von Frau in der normalen Breite? Wenn man hier nicht anfängt Transparenz und Klarheit reinzubringen, dann wird es noch einen sehr langen Weg in dieser Diskussion geben.

Wie soll also die Damen-Quote bis ins Top Management erhöht werden, wenn es im „alltäglichen Kleinen“ permanent hakt und oft Stillstand und Frustration provoziert? Wenn bspw. beim Vorstellungsgespräch Frau schon Schwierigkeiten bekommt oder unbewusst selber welche kreiert; sich selbst im Wege steht? Wenn Frauen untereinander die falsche Einstellung lebendig halten, wie z.B. das gemeinsam auf einer Ebene arbeiten ist toll, das Erheben einer Frau gegen das Krabbenkorb-Prinzip gar Stress bei vielen auslöst? Wie wollen Sie die Quote erhöhen, wenn es noch so viele unterschiedliche Verständnisse im Verhältnis Mann zu Frau gibt? – ein 60 jähriger Mitarbeiter kommt aus einer anderen Generation mit einem anderen Frauenbild als der neue Absolvent mit 25. Wer unterstützt ihn dieses weiterzuentwickeln, zu adaptieren oder einen neuen Umgang damit zu finden? Wer begleitet Frauen mit Ihrem Gegenüber und seiner/ ihrer Einstellung nachsichtig umzugehen, Wege und Strategien zu entwickeln ein verständnisvolles Miteinander zu entwickeln, herrschen im Business doch eher Wettbewerbsregeln und oft nicht zuletzt immer noch: „der Stärkere setzt sich durch?” Dies einfach mal als Gedankenanregung.