Lipstick and Laptop

by Helen

heute hab ich mir bei einer Kollegin was super cleveres abgeguckt. Das muss ich jetzt loswerden. Es ist ja ziemlich kalt geworden und regnen tuts auch noch. (Was soll das eigentlich?) Und da hilft nur eins – die Pumps und Stilettos müssen weichen, ehrlich gesagt würde ich am liebsten mit Wanderschuhen auf die Arbeit gehen. Aber da das wirklich schlecht zu meinem Outfit passt – helfe ich mir mit Stiefeletten über den Wintern. Die wiederum sehen nicht so toll zu Röcken aus wie Pumps. Klar gibt es auch schicke Stiefeletten, aber ich finde nichts geht über den klassischen schwarzen Stiletto. Und hier kommt die clevere Kollegin: Sie trägt zu Rock mit schwarzer Strumfhose eine Stiefelette, die mit einem abgesetzter Spitze und Ferse so aussieht wie ein schwarzer Pumps. Hier gehts zum Shop. Top!

Schuhtick - aber clever

… wir waren alle mehr als urlaubsreif und haben uns eine Pause gegönnt. Urlaub genossen, neue Bloginhalte diskutiert, eine neue Webpage ist im Design – all dies ist in Mache und möchten wir in den nächsten Monaten umsetzen, mit euch Teilen. Next steps for Lipstick & Laptop.

Wir freuen uns auf einen schönen Herbst mit euch.

Herzliche Grüße, die L&L Damen

by Cloe

In Helens Neujahrsgrüße sprach sie davon, dass es auch wieder unter den Lipstick&Laptop-Girls dieses Jahr Veränderungen geben wird. Eine oder mehrere von uns werden sich beruflich verändern. Dieses Jahr bin ich auf jeden Fall mit dabei. Der Einstieg und auch Ausstieg in ein neues Unternehmen oder eine neue Aufgabe ist immer ein Entwicklungsprozess. Wenn alles gut ist, muss man nichts verändern. Veränderungen jedoch werden mit dem Leben, den damit verbundenen gestiegenen Verantwortungen und auch Bequemlichkeiten meist immer schwerer. An dieser Stelle möchte ich mal ganz sentimental auf Julia Engelmann verweisen:

Ein Video geht durch die digitale Welt von Youtube und Facebook und hat beeindruckt: aus meiner Heimatstadt hat sich eine junge Psychologie-Studentin bei *Trommelwirbel* Campus TV – Hörsaalalarm beeindruckend Gehör verschafft. Die Presse betitelt es wie folgt: “Julia Engelmann – Mut ist nur ein Anagramm von Glück“. Mit der Übersetzung des Songs „One day we will be old“ von Asaf Avidan –  Eines Tages werden wir alt sein und an die Geschichten denken, die wir erzählt haben könnten. Ein Konjunktiv, was man beinahe einmal gemacht hätte. Es gibt Zeiten, beruflich wie privat, in denen man sich im Kreis dreht, faul und feige ist, Ziele und Träume nicht rechtzeitig erfüllt. Egal wie groß oder klein diese sind. Es geht um das Leben als solches und wie es sein wird, wenn wir alt sind – „ein Apell an die Unvernuft“, wie die Presse schreibt. In den Liedpassagen heißt es: „Unsere Zeit, die geht vorbei das wird sowieso passieren, und bis dahin sind wir frei…“. Frei zu sein in der Entscheidung und frei jeden morgen aufzustehen und das zu tun, was was man möchte. Ein Job, der einem so gar nicht mehr gefällt, Aufgaben, die schon lange nicht mehr reizen, Herausforderungen, die mehr schwer und schon von Beginn an zum Scheitern verurteilt sind – ist es das noch? Eigentlich muss das nicht sein. Heute ist so ein Tag, an dem ich mir die Zeit nehme über mich und die Geschichten nachdenke, die ich im Alter erzählen möchte…

by Cloe

Frauen, die ihren Krabbenkorb-Instinkten im negativen Sinne erlegen und doch wieder weniger erfolgreiche, aber sichere Wege gehen, sind manchmal einfach schrecklich. Und wir sind es alle ab und zu. Hier noch die kleine Erinnerung was der Krabbenkorb war: Krabben in einem Korb benötigen keinen Deckel. Versucht eine den Korb zu verlassen, ziehen die andere sie wieder runter. Der Vergleich steht für die Frauen am Lagerfeuer, damals in der Steinzeit aufeinander angewiesen. Damit keine wegläuft und vom Mammut gefressen wird, heißt es eine enorm starke Gruppendynamik entstehen zu lassen: Alle Frauen gleich, keine besser oder schlechter, alle tauschen sich am Lagerfeuer aus, halten die Kinder fest, reden viel, kochen, geben sich einen Haufen echter oder unechter Komplimente über die Frisur, Kleidung und umwerfende Fähigkeiten, um die wir uns ja alle so beneiden. Es werden Ideen und Vorgehensweisen ausgetauscht, wie Krankheiten besser zu heilen sind, Gewürze in einer neuen Kombi das Essen leckerer machen oder Kleidung moderner vernäht werden kann. Oder so ähnlich. Solange bis die Zeit rum ist – und keine hat die schützende Umgebung verlassen. Alle safe, alles easy, alle glücklich und immer auf den neuesten Stand der News.

Daher fällt es Frauen auch so schwer sich bei Hierarchien richtig einzuordnen, denn im Grunde sind doch alle Menschen für sie gleich richtig und wichtig. Schwierige Sache, Männer sehen das gar nicht so. Daher haben Frauen es oft schwer sich abzuheben, die eigene „gläserne Decke“ zu durchstoßen und mal außerhalb der Reihe ihren Weg zu gehen. Es fühlt sich oft allein und ungeschützt an – man fängt an sich durch die Krabbenkorbinstinkte ja doch wieder einer schützenden Frauengruppe anzuschließen, gerade die Gruppe, die sagte: „geh nicht, werde keine Führungskraft, bleibe bei uns“. Es gibt in diesen Umgebungen nicht viele, aber eben neue Krabbenkörbe. Und wenn nicht, entwickelt welche. Ich liebe meine Krabbenkorbgruppe mit Liz und Helen, wir stehen als Führungskräfte auf einem Level. Tauschen uns aus und unterstützen uns. Niemand will mich hier runter ziehen. Danke Mädels, ihr seid spitze. Und wir haben uns versprochen den Krabbenkorb umzudrehen: uns gegenseitig hoch zuziehen. Nicht runter. Die Entwicklung geht immer weiter, nicht zurück.

by Liz

Meine damalige Chefin war für mich nicht nur Mentorin und Vorbild sondern auch Förderin und Unterstützerin. Von ihr habe ich viel gelernt, sie hat mich an die Hand genommen, mir aber auch Freiheit gelassen, mich auszuprobieren und weiter zu entwickeln. Wir hatte immer ein sehr gutes, vertrauensvolles Verhältnis, haben uns gegenseitig geschätzt und respektiert. Die Rollenverteilung war immer klar: sie war die Chefin, hat die Entscheidungen getroffen und den Ton angegeben; ich war ihre rechte Hand, habe alle Aufträge sorgfältig und gewissenhaft ausgeführt, mich jedoch immer sehr engagiert eingebracht und auch neue Ideen entwickelt. Wir waren ein erfolgreiches Gespann. Sie hat mir immer mehr Freiraum gelassen, damit ich mich entfalten konnte, und ich habe ihr stets den Rücken frei gehalten. Konkurrenz oder Neid gab es niemals. Auch wenn ich im Hintergrund die Fäden in der Hand hatte, Konzepte ausgearbeitet und Termine vorbereitet habe, war es für mich völlig in Ordnung, dass Sie die Repräsentation übernahm. Sie war die Chefin – wer sonst hätte gegenüber der Geschäftsführung oder externen Partnern auftreten sollen?

Mit den Jahren übernahm ich immer mehr Verantwortung, führte die Praktikanten und Werkstudenten im Team, vertrat meine Chefin während ihrer Abwesenheit bei wichtigen Terminen und gewann immer mehr Sicherheit und Selbstbewusstsein im Umgang mit externen Partnern und vor allem mit der Führungsriege des Unternehmens. Ich verantwortete einen komplexen Aufgabenbereich und wurde immer besser darin. Nachdem ich immer häufiger die Leitung zusätzlicher Projekte übernahm und diese erfolgreich zu Ende brachte, wuchs in mir leise aber bemerkbar der Wunsch nach einer beruflichen Weiterentwicklung und neuen Herausforderung. Wohin es gehen und wie diese neue Zukunft aussehen sollte, wusste ich nicht. Mir wurde immer bewusster, dass ich das Unternehmen verlassen musste, um mich weiter entwickeln zu können.

Eines Tages dann, war es soweit – ich hatte mich in einem komplexen Bewerbungsverfahren durchgesetzt und eröffnete meiner Chefin die guten Nachrichten: ich war die auserwählte neue Pressesprecherin einer Stadtverwaltung und sollte in Zukunft die Abteilung der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit leiten. Als ich das Wort Kündigung aussprach, wurde sie ganz blass um die Nase. Leider verhielt sie sich so ganz anders als ich es erwartet hatte. Irgendwie konnte sie sich nicht für mich freuen. Anstatt mich zu unterstützen und mir motivierende Worte mit auf den Weg zu geben, sprach aus ihr der pure Neid. Aber nicht nur dass, sie ließ es sich nicht nehmen mir zu sagen, dass sie mich nicht als Führungspersönlichkeit sieht, sondern eher eine Expertenlaufbahn für mich im Sinn hatte. Sie äußerte sich abwertend über den Job und versuchte mir einzureden, dass es keine gute Idee sei. Sie sprach mir den Job richtig madig, ich hatte manchmal das Gefühl, als gönnte sie es mir einfach nicht. Vielleicht hatte sie einfach nicht damit gerechnet, dass ich bereits für den nächsten Schritt bereit war und die Karriereleiter durchaus erklimmen konnte. Vielleicht hatte sie gehofft, mich noch ein bisschen länger „klein halten“ zu können, um ihre Position weiter ausbauen und festigen zu können. Ich könnte die Liste der Spekulationen unendlich fortführen. Ich habe schlichtweg keine Ahnung, was die wahren Gründe für ihr Verhalten waren.

Die Tatsache, dass mich meine angebliche Mentorin in diesem wichtigen Moment nicht unterstützte, machte mich erst sehr traurig und dann wütend. Wie konnte es sein, dass sie mein Talent nicht erkannte? Warum konnte sie sich nicht für mich freuen? Wieso wollte sie nicht meinen Erfolg auch als den ihren sehen? Denn immerhin war sie es, die mich in den letzten Jahren an die Hand genommen hatte, von der ich so viel lernen durfte und die mich stets förderte. Wäre es ihr lieber gewesen, dass ich eines Tages an ihrem Stuhl gesägt hätte anstatt meinen eigenen Weg zu gehen? Ich suchte immer wieder das Gespräch in der Hoffnung, ihre Zustimmung und Unterstützung für mein Vorhaben zu erhalten. Leider vollkommen vergeblich. Meine Chefin schaffte es damals leider nicht, ihren Unmut, vielleicht auch Neid oder was auch immer es war, runter zu schlucken. Sie schien mir meine Kündigung übel, ja irgendwie sogar persönlich zu nehmen. Leider kann ich ihr Verhalten bis heute nicht richtig nachvollziehen. Aber wer weiß, vielleicht verstehe ich es ja eines Tages, wenn ich einen dieser „Aha-Momente“ habe. Von so einem Moment erzähle ich das nächste Mal. :-)

Die auf meine Kündigung folgenden letzten Monate im Unternehmen stellten sich als neue Herausforderung dar. Ich wurde von großen Projekten abgezogen, vom Informationsfluss teilweise ausgeschlossen, verlor den „rechte Hand“-Status und hatte das Gefühl, die jahrelang aufgebaute Vertrauensbasis mit meiner Chefin verloren zu haben. Das war eine harte Zeit für mich, die mir wirklich an die Nieren ging. Freunde beruhigten mich und meinten, dass sei immer so, wenn man kündige. Ich versuchte damit so gut wie möglich umzugehen, schloss meine Projekte so gut es ging ab, räumte meinen Schreibtisch auf, nahm ein paar Tage frei und bereitete mich auf den neuen Job vor.

Der Abschied war letztendlich sehr herzlich und rührend. Es flossen Tränen – auch bei meiner Chefin – und wir wechselten viele Worte der Anerkennung, Wertschätzung und des Respekts, die ehrlich und aufrichtig waren. Ich war glücklich und dankbar, einen friedvollen Abschluss zu finden und verließ letztendlich mit einem lachenden und einem weinenden Auge das Unternehmen, in dem ich meine ersten Schritte im Berufsleben ging, in dem ich alles lernte, was ich lernen musste um mit beiden Beinen fest im Berufsleben stehen zu können und mit dem ich mich so verbunden fühlte, als wäre es mein eigenes Unternehmen. Es war ein gutes, positives Gefühl und ich war bereit für meine neue Aufgabe und den neuen beruflichen Lebensabschnitt – als Führungskraft.

by Liz

Ihr habt bisher einiges aus meinem Leben als junge Führungskraft erfahren. Wie ich Führungskraft geworden bin, wisst ihr allerdings nicht. Ich dachte mir, es ist sicherlich auch einmal spannend zu hören, wie mein Weg an die Spitze aussah. Denn auch dieser Weg war nicht immer mit Rosenblättern ausgelegt. Außerdem lernt ihr mich so auch ein bisschen besser kennen.

Ich gehörte früher zu den Schülern, die zwar beliebt waren, etwas auf dem Kasten hatten, aber manchmal eben etwas länger brauchten, komplexe Sachverhalte zu erfassen. Ich kam immer ans Ziel, aber eben nicht als Erste. Entgegen der offiziellen Empfehlung schickten mich meine Eltern nach der Grundschule auf die Realschule, was sich als sehr weise und förderlich herausstellte. Denn dort gehörte ich von Anfang an zu den Schülern, die als erstes die Ziellinie überquerten. Ich führte meine Klasse als Sprecherin an und entwickelte ein gesundes Selbstbewusstsein. Es war nicht überraschend, als ich nach Abschluss der Mittleren Reife aufs Gymnasium wechselte. Dort musste ich zwar einiges aufholen, konnte aber mithalten und ein gutes Abitur hinlegen.

Anders als viele meiner Freunde begann ich nicht sofort zu studieren, ich entschied mich erstmal für ein Jahrespraktikum in einem Verlag. Jetzt im Nachhinein muss ich sagen, dass das eine sehr gute Entscheidung war. Ich lernte dort so viel Grundlegendes, arbeitete mich vom Archiv langsam hoch, in die Text- und Bildredaktion, schrieb erst kleine Beiträge und später ganze Artikel für die Magazine, die im Verlag erschienen. Ich konnte mein Hobby und meine Leidenschaft, das Fotografieren, einbinden und wurde gegen Ende meines Praktikums sogar als Redakteurin entsandt um für einen Beitrag zu recherchieren, zu fotografieren und dann darüber zu schreiben. Es war eine großartige Zeit.

Nach meinem Jahrespraktikum im Verlag nutzte ich die Chance, für ein Jahr als Au-Pair in die USA zu gehen. Auch dieses Jahr war sehr prägend für mich – vielleicht weniger aus beruflicher Sicht, aber dafür umso mehr was meine Persönlichkeit angeht. Ich ging nebenbei aufs College, erkundete das Land und fing an auf Englisch zu träumen. Während dieser Zeit wurde mir immer klarer, dass ich Medienwissenschaften studieren wollte. Und das setzte ich nach meiner Rückkehr aus den USA dann auch um. Praktika und Praxiserfahrungen waren Voraussetzung und wurden auch während des Studiums gefordert. So konnte ich in verschiedene Branchen und Bereiche Einblicke erhalten und mich ausprobieren. Wenn mich heute junge Menschen um Rat fragen, empfehle ich ihnen immer wärmstens, während des Studiums so viele Praktika wie möglich zu absolvieren. Es ist so viel leichter herauszufinden, wo die eigenen Stärken und Schwächen liegen, welche Themen einen am meisten interessieren und was einem Spaß macht. Nur wer seine Arbeit liebt und gern macht, kann Hochleistungen erbringen!

Mein Weg führte mich in die Automobilindustrie. Ich fing als Praktikantin an, wurde ständige Werkstudentin, schrieb meine Diplomarbeit im Unternehmen und wurde schließlich direkt nach meinem Studium übernommen. Das klingt alles so einfach, war es aber nicht immer. Ich habe hart gearbeitet, im Studium wie im Job, um den Weg so gehen zu können. Aber ich war schon immer sehr engagiert in allem was ich anpackte. Mir machte die Arbeit Spaß und ich wusste, es war eine große Chance, die Wissenschaft mit der Praxis zu verbinden. Ich konnte meine Erfahrungen aus der Praxis bei den Klausuren und Prüfungen einbringen und profitierte im Job von dem Fachwissen, das ich im Studium erlangte. Ich denke, es gehört sicherlich auch immer ein bisschen Glück dazu und Menschen, die dein Talent erkennen und dich unterstützen.

Weiter gehts morgen….

by Liz

Wenn Du Dich als junge, erfolgreiche Frau langsam aber sicher in die Reihe der Führungskräfte einordnest und dort Deinen Platz findest, ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich der erste „Gockel“ laut räuspert und versucht, Dich und Deine Kompetenz in den Schatten zu stellen. Meist läuft das ganz subtil ab, etwa verbunden mit einem Scherz (natürlich auf Deine Kosten), einem gönnerhaften Kompliment oder gar Klapps auf die Schulter. Die Message ist immer die Gleiche: Kleines, überlass das Spielfeld den harten Jungs. Management ist nichts für Frauen – und schon gar nichts für Frauen mit Lipstick und High-Heels.

Mädels, lasst Euch auf Eurem Weg in die Führungs-Etage nicht von solchen „Gockeln“ aufhalten oder gar irritieren. Letztendlich können Männer mit starken Frauen nur sehr schwer umgehen – das ist eine Tatsache! Bist Du selbstbewusst, geradlinig, kommunikativ und kompetent, wirst Du als „arrogant und überheblich“ abgestempelt. Man(n) tuschelt etwas von „Selbstüberschätzung“ und manch einer wird Dir raten, die „Dinge etwas langsamer anzugehen“. Mir wurde sogar nachgesagt, ich sei „schon ganz schön überzeugt von mir selbst“. Meine Antwort ist: JA, das bin ich! Sonst wäre ich nicht hier wo ich heute stehe!

Selbstbewusstsein und das Wissen um seine Kompetenz, Intelligenz und Stärken ist nichts Negatives. Lasst Euch das niemals einreden! Männer können mit selbstbewussten, kompetenten Frauen schlichtweg nicht umgehen. Irgendwie scheinen wir ihnen Angst zu machen. Wir könnten ihnen womöglich noch den Rang ablaufen… wohin nur mit so viel Emanzipation? Also wird versucht, unsere Flügel zu brechen, uns zu verunsichern und in Selbstzweifel zu versinken. Leider geht diese Strategie oftmals auf. Wir Frauen tendieren dazu, extrem selbstkritisch zu sein. Wir haben enorme Anforderungen an uns selbst und wenn wir diese nicht erfüllen, machen wir uns endlose Vorwürfe. Letztendlich ist es genau dass, was uns daran hindert, die Treppe hinauf zu steigen. Wir stehen uns selbst im Weg.

Ich kann Euch nur raten, cool zu bleiben! Wenn Du nach oben willst, musst Du lernen, diesen Gegenwind auszuhalten. Wenn Du nicht an Dich selber glaubst, wer soll es dann tun? Daher Mädels, es ist Zeit für die High-Heels, den Lippenstift, Nagellack und das schicke Kostüm (das mal wieder Dein Konto stark strapaziert hat). Es ist Zeit, Farbe zu bekennen. Steht dazu, seit mutig und geht unbeirrt Euren Weg! Lipstick & Laptop ist in!

by Liz

Ein 11 bis 12 Stunden Arbeitstag unter Hochdruck, voller Stress und einem vollen Terminkalender, keine ordentliche Mittagspause (vielleicht schaffe ich es auf einen Apfel zwischendurch), Unmengen von Süßigkeiten (denn: das 15 Uhr Loch kennt keine Gnade), keine Zeit einkaufen zu gehen (oder Aldi, Lidl, Rewe und Co. haben bereits geschlossen), Fastfood am Abend und schon sitzt die Anzughose nicht mehr wie sie soll!
Das mit dem Sport nehme ich mir Woche für Woche ganz fest vor, ehrlich! Mir ist schon klar, dass ich meine sogenannte „Work-Life-Balance“ in den Griff bekommen muss. Aber nach einem langen, stressvollen Tag im Büro fehlt mir meistens die Motivation. Und, den Bauch-Beine-Po-Kurs im Fitnessstudio habe ich eh wieder verpasst, weil ich spät dran bin. Ich will einfach nur schnell nach Hause, den Magen füllen (möglichst ohne Zeit in der Küche verbringen zu müssen) und die Beine hochlegen. Laptop bleibt aus, Telefon wird auf lautlos gestellt und schon zappe ich mich durchs abendliche TV-Programm. Mal ehrlich, von gesundem Ausgleich und „Work-Life-Balance“ kann man hier echt nicht sprechen, oder vielleicht doch?!

Um im Job Leistung bringen zu können, um nachhaltig erfolgreich zu sein und es zu bleiben, MUSS ein Ausgleich her! Dabei geht es weniger um die Leistung im Job, sondern vielmehr um das persönliche Wohlbefinden. Es geht darum, durchhalten zu können! Mister „Burnout“ wartet praktisch um die Ecke, ihm gilt es entgegen zu wirken, oder gar zuvor zu kommen! Denn eines ist klar, soweit darf es gar nicht kommen. Mister „Burnout“ bringt mich nicht vom Weg zu einer erfolgreichen Karrierefrau ab!!

Für die einen ist es der Sport, für die anderen ist es eher etwas Kreatives wie Schreiben, Fotografie, Malerei oder das Häkeln. Findet heraus, was euch runter bringt, was euch Spaß macht, was euch ablenkt und euch den Stress des Arbeitsalltages vergessen lässt.

Es hat eine Weile gebraucht, bis ich verstanden habe, was „Work-Life-Balance“ für mich wirklich bedeutet. Mindestens vier verschiedene Fitness-Studio-Mitgliedschaften später habe ich endlich erkannt, dass ich meinen persönlichen Ausgleich nicht zwingend im Fitnessstudio finde. Für mich ist es nicht der Bauch-Beine-Po-Kurs und auch nicht der Crosstrainer, der mich befreit und wieder klar denken lässt.
Ich gehe mittlerweile einmal die Woche direkt nach der Arbeit Schwimmen, im Sommer lege ich mich nach meinen 20 Bahnen gerne noch ein wenig in die Abendsonne auf die Wiese und lese ein Buch. Ich fahre auf dem Heimweg am nahegelegenen See vorbei und spaziere eine Runde durch den Wald. Mit meiner Spiegelreflexkamera gewappnet schlendere ich durch den Park, die City oder meine Nachbarschaft und fotografiere all das, was mein Auge erfasst. Und ja, manchmal ist es auch einfach nur die Couch und das abendliche TV-Programm, das mir erlaubt abzuschalten, nicht über die Arbeit nachzudenken und Ruhe zu finden.

Alles ist erlaubt! Das wichtigste ist, die BALANCE herzustellen. Es geht darum, den Kopf frei zu bekommen und einfach mal los zu lassen.
Im Arbeitsalltag müssen wir stets professionell sein, müssen Haltung wahren, Stärke, Kompetenz und Selbstbewusstsein ausstrahlen. Auf dem Crosstrainer, dem Fahrrad, auf der Bank in der Sonne, dem Waldwanderweg oder auf der Couch muss ich niemandem mehr gerecht werden außer mir selbst!

Finde heraus was dich befreit – ohne Rücksicht auf andere! Your life, your balance!

Das Konzept für diese Seite schlummerte schon eine Weile einen kleinen Schönheitsschlaf in der Schublade. Aber jetzt (oh Gott, oh Gott) geht es los mit unserem Blog.

*anhaltender Applaus*

Wichtiger noch aber als anzufangen ist dabei zu bleiben!
Daher kneifen wir unsere Pobacken zusammen und versprechen: Ihr werdet versorgt werden mit lustigen, spannenden und auch lehrreichen (?!) Geschichten, Anekdoten sowie Fettnäpfchen aus unserem Jobleben. Also fleissig vorbeischauen, kommentieren und hoffentlich gutfinden.

Liebe Grüße,
Helen, Cloe und Liz
(aka Lipstick and Laptop)