Lipstick and Laptop

by Cloe

Verteidigung geschafft. Titel in der Tasche. Fast 4 Jahre harte Arbeit nebenberuflich gemeistert. Ich hoffe, das Promotions-Loch “danach” erwischt mich nicht so hart. Ich spüre, wie Druck und Anspannung nachlassen. In all den Jahren gab es schöne und schlechte Phasen der Doktorarbeit. Ich bin durch alle durch und das ziemlich intensiv. Einiges würde ich anders machen, vieles aber auch nicht, denn es ist ja erfolgreich geendet. Für alle, die mit sowas starten: Ich würde mir von Anfang an eine große Lerngruppe suchen. Helen war meine und wir haben uns so gut es geht unterstützt. Ihr habe ich viel zu verdanken – Thanx girl! Doch je mehr Leute, umso mehr mehr Unterstützung in allen ups and downs und Fragestellungen rund um Diss. Es entwickeln sich alle in der Gruppe anders im Laufe der Zeit, manche sind schneller, manche langsamer. Alle Themen unterschiedlich und jedes Kapitel so individuell wie die Personen, die sie schreiben. Einen guten Draht zum Betreuer und der Uni haben, ist wichtig und die Leidenschaft am eigenen Thema nicht verlieren. Das wäre dann schon mal super. Und jetzt wüsste ich auch, wie es geht. Eine zweite zu schreiben, aber nicht nötig :) . Und jetzt wird gefeiert…

by Helen

heute hab ich mir bei einer Kollegin was super cleveres abgeguckt. Das muss ich jetzt loswerden. Es ist ja ziemlich kalt geworden und regnen tuts auch noch. (Was soll das eigentlich?) Und da hilft nur eins – die Pumps und Stilettos müssen weichen, ehrlich gesagt würde ich am liebsten mit Wanderschuhen auf die Arbeit gehen. Aber da das wirklich schlecht zu meinem Outfit passt – helfe ich mir mit Stiefeletten über den Wintern. Die wiederum sehen nicht so toll zu Röcken aus wie Pumps. Klar gibt es auch schicke Stiefeletten, aber ich finde nichts geht über den klassischen schwarzen Stiletto. Und hier kommt die clevere Kollegin: Sie trägt zu Rock mit schwarzer Strumfhose eine Stiefelette, die mit einem abgesetzter Spitze und Ferse so aussieht wie ein schwarzer Pumps. Hier gehts zum Shop. Top!

Schuhtick - aber clever

by Helen

Im Moment arbeite ich sehr, sehr viel. Jammer, Heul, Mecker….

Was aber mein Leben gerade so richtig nervig macht ist der unberechenbare “Großstadt” Verkehr. Jeden Morgen und jeden Abend noch dieser Willkür-Faktor namens Stau. Kann das mal jemand abschalten? Dann noch Bahnstreik -  da wird es dann richtig lustig,  jeder steigt dann auf die Straße um. Und die ist noch voller als sonst. Da bleibt nur eines: ich verlagere morgens schon mein Badezimmer ins Auto und fahre regelmäßig mit der Schminktasche auf dem Beifahrersitz. An der ersten Ampel kommt dann der Puder drauf, an der zweiten der Lidschatten und an der dritten Mascara. (Übersetzung für unsere männlichen Leser: Jup, das kommt alles ins Gesicht)

Und Abends nutze ich den Stau, um mal wieder mit allen lieben Leuten zu telefonieren, die ich länger nicht gesprochen habe. Damit mein Sozialleben wenigstens nicht komplett unter der momentanen Arbeitslast zusammenkracht.

In diesem Sinne: Wochenende!!!!!

by Helen

Ich hatte letzte Woche einen schönen „Da-ist-was-wahres-dran-Moment“. Und zwar habe ich ein tolles Zitat der US-amerikanischen Autorin/Schauspielerin/Moderatoren Tina Fey gelesen. „My unsolicited advice to women in the workplace is this. When faced with sexism, or ageism, or lookism, or even really aggressive Buddhism, ask yourself the following question: “Is this person in between me and what I want to do?” If the answer is no, ignore it and move on. Your energy is better used doing your work and outpacing people that way. Then, when you’re in charge, don’t hire the people who were jerky to you.”
Als Frau und Führungskraft kommt man meiner Meinung nach irgendwie gar nicht an dem ganzen Mann-Frau-Emanzipations-Themenwirrwarr vorbei. Leider führt dies dazu, dass man sehr oft diejenige ist, die versucht in Diskussionen oder Meetings einen differenzierteren Standpunkt zu dem Thema rüberzubringen. Weil man einfach so Aussagen wie „Die ist im Mutterschutz“ (= die Kollegin macht gerade Elternzeit) oder „die macht ja nur Teilzeit“ (= arbeitet aber trotzdem genauso viel „weg“ wie ihr Kollege in Vollzeit) einfach nicht unkommentiert stehen lassen will. Aber bringt das was? Kann man auch noch den letzten Vollidioten überzeugen, dass wir immer noch nicht in einer gleichberechtigten Gesellschaft leben? Muss ich immer diejenige sein, die diese Fahne hochhält? Nein sicher nicht. Ich bin jetzt selektiver und halte es mit dem Zitat oben!

by Helen


Erstmal vorweg: Wir von Lipstick & Laptop sind alle im „Lean In“ Fieber. Es ist mir ja peinlich es zuzugeben. Wir sind erst ein Jahr nachdem das Buch von Facebook Chefin Sheryl Sandberg (hauptsächlich in den USA) total gehypt wurde, auf den Trichter gekommen es auch mal zu lesen. Aber jetzt haben wir es endlich alle im Bücherregal und tauschen uns bei jeden Treffen eifrig zu unseren Erkenntnissen zu den einzelnen Kapiteln aus. Sicher werden hier über die nächsten Wochen noch die ein oder andere Idee rund um Lean In auftauchen.
Das Buch ist einfach eine sehr gute Zusammenfassung davon, was ich sowieso schon immer wusste ;-) . Aber es gab auch etliche „Aha-Momente“. Einer davon war für mich das Thema Mentorenschaft. Dabei beschreibt Sheryl Sandberg, dass jungen Frauen oft eingetrichtert wird, sie bräuchten unbedingt einen Mentor, um in der Karriere weiterzukommen. Das ist ja sicher auch zunächst einmal nicht falsch, führt aber dazu, dass viele sich hektisch auf die Suche nach einem solchen begeben. Und wie so oft im Leben sind Beziehungen nun einmal eine zweiseitige Angelegenheit und einfach blindlinks durch die Gegend zu springen und nach einem Mentor zu suchen, bringt daher eher wenig. Statt dessen sollte man seinen Blick dafür schärfen, ob man vielleicht bereits Mentoren hat, ohne es zu merken. Denn nur weil man vielleicht an eine (Business-) Beziehung nicht das Label „Mentor“ geklebt hat, kann es ja dennoch sein, dass es dennoch Mentoren gibt. Außerdem ist es ratsam darauf zu warten, ob sich solche Beziehungen „natürlich“ entwickeln. Über gemeinsame Projekte oder ähnliche Interessen und nicht über die laut ausgesprochene Frage: „Wollen Sie mein Mentor sein?“. Auch offizielle Programme, die Unternehmen gerne in Ihren mittleren Führungsebenen haben, taugen da manchmal wenig. Denn auch hier wird ja eine „Zwangspaarung“ vorgenommen – die meist nicht aus Gemeinsamkeiten, Sympathie oder Interesse entstanden ist.
Dieses Kapitel hat mir besonders aus dem Herzen gesprochen, da ich nie einen „richtigen“ Mentor hatte und auch Vorstöße in die Richtung mir immer sehr erzwungen vorkamen. Gleichzeitig ist jetzt aber wie aus den „Nichts“ eine erfahrenere und deutlich höher stehende Kollegin für mich massiv in die Bresche gesprungen und hat mir riesig weitergeholfen. Und das obwohl wir nur ein gemeinsames Mittagessen und eine handvoll Meetings zusammen hatten. Hätte ich diese Dame deshalb bisher als meine Mentorin bezeichnet? Sicher nicht. Aber sie hat sich mir gegenüber genauso verhalten, wie ich das von einem Mentor erwartet hätte. Ein guter Ratschlag beim Essen und ein wohlwollendes Wort für mich auf der richtigen Ebene. Durch Lean In habe ich jetzt gemerkt: Auch wenn etwas nicht das Label „Mentor“ trägt, gibt es viele solcher Beziehungen auch in meinem Umfeld. Ich muss nur genauer hinschauen…



by Cloe

Viele Frauen (und sicher auch Männer) machen sich einen riesen Kopf, wenn sie etwas neues Großes anfangen. So etwas wie eine Führungsposition z.B. übernehmen, Mama werden, einen Hund zulegen oder in einem neuen Unternehmen eine völlig neue Stelle annehmen, die man so noch gar nicht gemacht hat. Irgendwie diese Kategorie wo man eine neue „Rolle“ übernimmt. Sich anders verhalten muss, andere Handlungen und Verantwortungen ausüben muss. Das Stichwort „erlernen“ ist dabei ganz wichtig. Wenn wir in dieser Position sind, sind wir da auch irgendwie hingekommen. Völlige Blockade oder Lähmung, weil man sich nun so gar nicht vorstellen kann, was man machen soll, ist Fehl am Platz und irritiert das gesamte Umfeld. Deswegen, weil man seine „Rolle“ eben nicht richtig annimmt.

Auch ich hadere oft mit neuen Rollen und habe das Gefühl, diese erst aufwendig und mit viel Zeit erlernen zu müssen, ich habe das Gefühl, dass ich in Wirklichkeit noch lange nicht da bin. So entsteht natürlich eine Überforderungssituation, die nicht förderlich ist. Und ich spreche jetzt nicht vom Gegenteil – der völligen Selbstüberschätzung. Bei dieser Variante, bei der die eine oder andere Person gerne mal eine Rolle übernimmt, sich dabei für perfekt hält und die nötige Sensibilität nicht mehr an den Tag legt. Eine, die es einfach Bedarf, wenn man in neuen Gewässern schwimmt und neue Erlebnisse bewerten muss. Auch hier hat mir ein intelligenter Mann auf die Sprünge geholfen: „Mach dir keinen Kopf, du musst es nicht erst werden, du bist es schon.“ Ich habe etwas länger gebraucht es zu verstehen, doch die Message kam bald an: Fühl dich nicht so, als ob du es nicht kannst, denn die Entwicklung hat dich bereits dahin gebracht, also kannst du es schon irgendwie. Fühl dich wie vollwertig in der Rolle angekommen und sei einfach nur wachsam. Lebe sie jedoch schon voll, es ist keine Testphase. Eine Testphase, die du im Übrigen auch nicht brauchen würdest.


by Helen

Ich habe mir ja selbst hier vor genau einem Monat eine kleine Challenge auferlegt.

Der Monat ist vorbei und natürlich will ich euch nicht verheimlichen, wie es gelaufen ist. Natürlich wurde ich positiv überrascht – aber das hatte ich auch ein Stück weit erwartet. Allerdings ist und bleibt es (für mich zumindest) eine Herausforderung nicht nur im “Robotermodus” irgendwelche Themen zu bearbeiten, sondern auch auf die kleinen und großen Zwischenmenschlichen Aktionen zu achten. Für bleibt das anstrengend und es ist eine Aufgabe, auf die ich mich ständig konzentrieren muss. Leider!

Trotzdem merke ich: Es fällt mir immer leichter. Ich traue mich mehr und ich merke auch, dass es wichtig ist. Daher werde ich die Anstrengung in dem Thema beibehalten. Und dafür weniger Energie in die Themen stecken, die mir sowieso leichtfallen.

Aber was ja eigentlich interessant ist, was waren meine Erfahrungen.

Ich hatte mir vorgenommen, jeden Tag jemandem ein ernstgemeintes Kompliment zu machen. Und natürlich ist das was Positives. Sprich es ist sympathisch und die allermeisten freuen sich daraüber. Aber witzig waren die Reaktionen, die ich von vielen Frauen bekommen habe: Ein beispiel eine Kollegin viel mir am Waschbecken mit einer total tollen Hose auf. Koralle! Powerfarbe! Ich zu Ihr: “Mensch, das ist ja mal echt eine tolle Hose!” Sie dreht sich um, deutet auf Ihren schwangeren Bauch und meint: “naja, mir passt ja sonst nix mehr.” Anderes Beispiel: Ich lobe das Kleid einer Kollegin. Sie antwortet: “Das war total billig, bei C&A”

Mädels, freut euch doch mal einfach über Komplimente ohne euch gleich selbst schlecht zu machen oder euch zu entschuldigen, dafür dass ihr ein schickes Kleid anhabt, dass eben nicht aussieht wie vom Discounter. “Danke!” und ein Lächeln reicht völlig ;-)

Das Thema Mittagessen, mit Leuten mit denen ich eigentlich nicht essen gehen will, war da schon schwieriger. Eine tolle Erfahrung habe ich gemacht. Ich war mit einem Zeitarbeitnehmer essen, der seit ettlichen Jahren für mein Team tätig ist. Er ging mir gelinde gesagt immer mit seinen ausschweifenden Erzählungen auf die Nerven. Allerdings geht er nun in Rente und ein Abschlussmittagessen war da nur höflich… Ich stellte mich auf eine Stunde anstrgenden Small Talk ein. Witzigerweise entwickelte sich ein sehr interessantes Gespräch über Reisen und er gab mir ziemlich viele Reisetipps. Und das noch nichg genug. Als ich am nächsten Tag an meinen Arbeitsplatz kam, hatte er mir für meine nächsten Ziele Karten ausgedruckt und Orte, Restaurants, Hotels, etc. markiert, die er empfehlen kann. Ich war begeistert.

Mein Fazit: An jedem gibt es etwas Positives zu entdecken, aber es kostet mich auch weiterhin Energie dies zu tun. ;-)

by Helen

Mittlerweile habe ich ja richtig Geschmack an meiner neuen Strategie gefunden. Ich habe hier ja berichtet, dass ich mich derzeit stärker auf Netzwerken zu konzentrieren und dafür aufhöre, allzuviel zu Strampeln und im stillen Kämmerlein Fleissarbeiten zu machen.

Es wirkt Wunder. Ich werde sichtbarer, ich platziere meine Themen viel aktiver und insgesamt, macht mir mein Job auch mehr Spaß.

Daher möchte ich das Thema auf ein neues Level bringen: ich möchte mir selbst eine neue Herausforderung geben. Eine “Helen-Challenge” sozusagen. Zwei Themen sind mir dabei wichtig. Ich bin leicht von Leuten genervt und stecke sie in Schubladen. Ich korrigiere meine Meinung dann natürlich auch, aber oft fühlt sich der andere schon abgelehnt und man kann den Schaden nicht mehr kitten. Dabei gibt es doch an jedem Menschen Dinge, die gut sind. Und die man mögen kann. Nur schaue ich wahrscheinlich im Alltag nicht oft genug hin. Daher werde ich in den nächsten vier Wochen zwei Dinge tun. Nummer 1: Ich werde jeden Tag jemandem ein ernst gemeintes Kompliment machen, um meinen Blick für das Gute zu schärfen. Nummer 2: Ich werde jede Woche einmal mit jemandem Essen gehen, den ich eigentlich nicht leiden kann oder mit dem ich noch nicht warm geworden bin.

Challenge accepted – ich werde berichten!

by Helen

Was macht einen Job für mich attraktiv? Da ist es wahrscheinlich wie bei vielen kontroversen Themen: Fragst du fünf Leute bekommst du sechs Meinungen. Jobzufriedenheit und Jobattraktivität, das ist was sehr individuelles. Im Moment wird in meinem Umfeld fleissig nach Jobs geforstet. Und da hab ich immer wieder liebe Menschen an der Strippe, die sich mit Entscheidungen „rumquälen“. Lieber der unattraktive Job in der Traumstadt. Oder lieber pendeln? Lieber auf Geld verzichten, um in der Wunschbranche zu arbeiten, etc. Diese oder ähnliche Entscheidungen quälen doch jeden früher oder später Mal. Ich bin der Meinung, man sollte insbesondere bei der dritten oder noch weiteren Station sehr stark auf seinen Bauch hören. Während der erste Job einfach als Einstieg zu sehen ist, um überhaupt im Berufsleben Tritt zu fassen, muss – je weiter man vorankommt – einfach viel mehr passen. Daher empfehle ich immer zu prüfen, ob es in der Konstellation irgendwelche faulen Kompromisse gibt. Denn das geht schief…

Wenn der Bauch so gar nichts sagen will, hilft mir das, was ich mittlerweile das „magische Job Dreieck“ nenne:

-          Location (Wo ist der Job? Stimmt hier mein persönliche Umfeld (Familie/Freunde)? Ist die Stadt für mich attraktiv? Etc.)

-          Geld (Verdiene ich gut? Genug, um auch dort gleichen oder besseren Lebensstandard zu finanzieren?)

-          Inhalt (Begeistert mich die Position? Bekomme ich etwas, was ich mir sehr wünsche? Darf ich mich selbst verwirklichen (was
das für den Einzelnen bedeutet muss jeder selbst entscheiden)?)

Ich versuche mich immer an diesen drei Punkten entlang zu hangeln. Und mein Credo ist: Alle drei Punkte passen in den allermeisten Fällen nicht. Bzw. die Leute, bei denen alle drei Punkte stimmen, die wissen genau wie sie sich entscheiden müssen. Aber ich bin der Meinung, dass man sehr ehrlich zu sich selbst sein muss und überprüfen muss, ob wirklich zwei der drei kritischen Punkte stimmen. Wenn das der Fall ist, kann man zugreifen. Wenn nur einer oder gar keiner der drei Punkte stimmt – Finger weg! Denn dann kommt man nur vom Regen in die Traufe und Veränderung nur um der Veränderung willen bringt dann auch nichts…

by Helen

Gestern schrieb Cloe davon, dass man sich selbst immer mitnimmt. Total richtig! Dieser Artikel trifft für mich gerade den Nagel auf den Kopf. Mein Jahr startete turbulent in vielerlei Hinsicht. Auch Job-mäßig standen etliche Veränderungen ins Haus. Mitten in dem ganzen Trubel, bekam ich von einem alten Vorgesetzten, der mittlerweile eine Top-Position inne hat, einen sehr interessanten Job angeboten. Ganz andere Aufgabe, viel mehr Verantwortung, Macht und Geld, aber auch Stress. Ich überlegte hin und her. Mein erster Impuls: Klar mache ich! Zum einen bekommt man so eine Chance nicht jeden Tag, zum anderen war ich durch die Veränderungen in meinem jetzigen Umfeld irgendwie demotiviert und fühlte mich irgendwie nicht so richtige gewertschätzt. Klar, dass es da verlockend wirkt, einfach irgendwo anders anzufangen.

Aber irgendwie spielte mein Bauchgefühl nicht mit (und ich höre mittlerweile immer mehr auf meinen Bauch). Irgendetwas störte mich an dem Gedanken, die neue Herausforderung anzunehmen. Ich kam aber erst nach einigen Wochen darauf, was es genau war. Irgendwie hatte und habe ich das Gefühlt „hier noch nicht fertig zu sein.“ Ich plädiere an dieser Stelle nicht dafür, es auf jeden Fall und in jeder Situation immer „durchziehen“ zu müssen. Dennoch finde ich es persönlich wesentlich besser, wenn ich gehe, wenn es gerade sehr gut läuft. An diesem abgeleierten Spruch „man soll gehen wenn´s am schönsten ist“ – ist für mich einfach etwas dran. Denn dass es nicht rund läuft, liegt oft auch an mir und wenn ich dann die Zelte einfach abbreche, vermeide ich unter Umständen eine wichtige Lektion für mich zu lernen und mich weiterzuentwickeln. Außerdem nehme ich dieses latente Gefühl der Unzufriedenheit bzw. das fehlende Selbstbewusstsein, die Situation nicht „richtig“ gemeistert zu haben, mit. Und das ist unter Umständen nicht die Erfolgskombi, die man für eine neue Aufgabe bleibt.

Lange Rede – Kurzer Sinn: Helen bleibt im Konzern und gibt nochmal richtig Gas.