Lipstick and Laptop

by Helen

Perfekt zum Wochende. Ein Video Ein Video: Was wir in Vorstellungsgesprächen sagen – und was wirklich beim Gegenüber ankommt ;-)

by Cloe

Ich hatte euch im letzten Blog von dem Fussball Beispiel und dem Rolleneinsatz Frau berichtet. Die Unsicherheit auf beiden Seiten was nun richtig ist und was nicht, bedeutet doch die Sehnsucht nach Etikette, Regeln und Rollenbilder, die von allen einigermaßen gleich verstanden werden und das positiv Maximum für alle rausholt. An dieser Stelle etwas aus der Vergangenheit, jüngere mögen es vielleicht nicht kennen:

Gab es doch schon in den 50er und 60er Jahren tatsächlich ein Buch, was der Frau beschrieb, wie sie sich zu verhalten habe gegenüber ihrem Mann. Ein Rollenverständnis, was zweifelsohne klare Orientierung gibt. Ein Auszug aus der Zeitschrift „Housekeeping Monthly“ in der Ausgabe vom 13. Mai 1955 stellt die Regeln zusammen. Daraus zitiere ich die Top Punkte, die mich als 1980 Geborene nur ins Staunen versetzt. Mit offenem Mund. Und diesem „Ich bin Baff Blick“. Und dem „Das gab es wirklich?“ Gedanken im Kopf. Ein skurriles Sittenbild. Ich bitte um Entschuldigung, es sind etwas viele Punkte geworden, aber ich konnte nicht mehr kürzen, so unglaublich die doch alle sind… :

  • Halten Sie das Abendessen bereit. Planen Sie vorausschauend, evtl. schon am Vorabend, damit die köstliche Mahlzeit rechtzeitig fertig ist, wenn er nach Hause kommt. So zeigen Sie ihm, dass Sie an ihn gedacht haben und dass Ihnen seine Bedürfnisse am Herzen liegen. Die meisten Männer sind hungrig, wenn sie heimkommen und die Aussicht auf eine warme Mahlzeit (besonders auf seine Leibspeise) gehört zu einem herzlichen Empfang, so wie man ihn braucht.
  • Machen Sie sich schick. Gönnen Sie sich 15 Minuten Pause, so dass Sie erfrischt sind, wenn er ankommt. Legen Sie Make-up nach, knüpfen Sie ein Band ins Haar, so dass Sie adrett aussehen. Er war ja schließlich mit einer Menge erschöpfter Leute zusammen.
  • Seien Sie fröhlich, machen Sie sich interessant für ihn! Er braucht vielleicht ein wenig Aufmunterung nach einem ermüdenden Tag und es gehört zu Ihren Pflichten, dafür zu sorgen.
  • Machen Sie die Kinder schick. Nehmen Sie sich ein paar Minuten, um ihre Hände und Gesichter zu waschen (wenn sie noch klein sind). Kämmen Sie ihr Haar und wechseln Sie ggf. ihre Kleidung. Die Kinder sind ihre “kleinen Schätze” und so möchte er sie auch erleben. Vermeiden Sie jeden Lärm.
  • Seien Sie glücklich, ihn zu sehen.
  • Begrüßen Sie ihn mit einem warmen Lächeln und zeigen Sie ihm, wie aufrichtig Sie sich wünschen, ihm eine Freude zu bereiten.
  • Hören Sie ihm zu. Sie mögen ein Dutzend wichtiger Dinge auf dem Herzen haben, aber wenn er heimkommt, ist nicht der geeignete Augenblick, darüber zu sprechen. Lassen Sie ihn zuerst erzählen – und vergessen Sie nicht, dass seine Gesprächsthemen wichtiger sind als Ihre.
  • Der Abend gehört ihm. Beklagen Sie sich nicht, wenn er spät heimkommt oder ohne Sie zum Abendessen oder irgendeiner Veranstaltung ausgeht. Versuchen Sie stattdessen, seine Welt voll Druck und Belastungen zu verstehen. Er braucht es wirklich, sich zu Hause zu erholen.
  • Beklagen Sie sich nicht, wenn er spät heimkommt oder selbst wenn er die ganze Nacht ausbleibt. Nehmen Sie dies als kleineres Übel, verglichen mit dem, was er vermutlich tagsüber durchgemacht hat.
  • Schieben Sie ihm sein Kissen zurecht und bieten Sie ihm an, seine Schuhe auszuziehen. Sprechen Sie mit leiser, sanfter und freundlicher Stimme.
  • Fragen Sie ihn nicht darüber aus, was er tagsüber gemacht hat. Zweifeln Sie nicht an seinem Urteilsvermögen oder seiner Rechtschaffenheit. Denken Sie daran: Er ist der Hausherr und als dieser wird er seinen Willen stets mit Fairness und Aufrichtigkeit durchsetzen. Sie haben kein Recht, ihn in Frage zu stellen.

Krass oder? Eines muss ich anerkennend zugestehen. Die Regeln sind klar und geben Orientierung. Hält sich jeder dran, gibt es kein Durcheinander. Aber Fakt ist, dass das obige natürlich absurd ist und sich daher auch aufgelöst hat. Was können wir also in heutigen Zeiten tun, um die Orientierung für Frauen UND Männer wieder hinzubekommen. Transparenz und das Erzeugen eines gleichen Verständnis ist hier sicher der Schlüssel zum Erfolg. Es wird noch ein längerer Weg für uns Frauen und Männer werden. Aber das bekommen wir schon irgendwie hin. Und bis dahin gehen wir jetzt erst mal alle auf Oktoberfest. Die Mädels im Dirndl und die Jungs in ihrer Lederhosen. Das steht schon mal fest.

by Cloe

Die Fußballweltmeisterschaft. Schön war es. Und darüber haben wir bei einem Business-Mittagessen, zwei Herren, ich die Dame, gesprochen. Die Stimmung, das Mitfiebern und der tolle Sieg eines Teams, was gezeigt hat, gemeinsam zum Ziel zu kommen. Mit viel Leidenschaft und Zusammenhalt. Dann der Spruch am Mittagstisch: „Sagt mal und was sollten dann am Ende eigentlich die Spielerfrauen da auf dem Feld? Die passen da doch gar nicht hin, schon gar nicht in der tussigen Aufmachung“ (empörtes männliches ernst gemeintes Gesicht schaut mich an). „Die Kinder von Klose waren ja ok, aber die Tussis haben da doch echt nix zu suchen. Das ist doch ein Männerspiel und der Sieg ist mit seinen Fans und dem Trainer zu feiern“.

Ja wo haben denn die Frauen nun etwas zu suchen? Wer sagt denn jetzt, dass Frauen von Spielern im Anschluss und vor den Fernsehkameras nichts zu suchen haben? Gibt es da ein TV Etikette Handbuch, was die Ladies hätten vorher berücksichtigen sollen? Nein, deren Erscheinen war 100% mit Jogi, dem Verein und den Medien abgesprochen. Das wollte man doch so. Ein Bruch mit dem Selbstbild des Fußballs? Schwule Fußballer und nun auch noch Frauen auf dem grünen Rasen Minuten nach dem Sieg? Klingt ein bisschen wie nach etwas unglaublich Verruchtes. Ich muss ja schon etwas schmunzeln. Das mit dem Rollenbild ist doch überhaupt fürchterlich durcheinander gekommen. Und was meine Diskussion heute Mittag angeht, zeigt es doch, dass die Männer auch nicht mehr durchsteigen. Frauen wissen nicht, wie sie sich in den Männerdomänen behaupten sollen und Männer wissen in ihren Männer-Domänen nicht, wie sie die Frauen integrieren sollen, ohne gerade die spaßigen Dinge, die ihnen wichtig sind, aufgeben zu müssen. Nach den armen benachteiligten Frauen, kommen jetzt also die armen Männer, die man die letzten 50 Jahre irgendwie nicht mitgenommen hat in der Entwicklung der Frauen. Morgen muss ich dazu noch was spannendes aus den 50er und 60er Jahren berichten…

by Helen

Mittlerweile habe ich ja richtig Geschmack an meiner neuen Strategie gefunden. Ich habe hier ja berichtet, dass ich mich derzeit stärker auf Netzwerken zu konzentrieren und dafür aufhöre, allzuviel zu Strampeln und im stillen Kämmerlein Fleissarbeiten zu machen.

Es wirkt Wunder. Ich werde sichtbarer, ich platziere meine Themen viel aktiver und insgesamt, macht mir mein Job auch mehr Spaß.

Daher möchte ich das Thema auf ein neues Level bringen: ich möchte mir selbst eine neue Herausforderung geben. Eine “Helen-Challenge” sozusagen. Zwei Themen sind mir dabei wichtig. Ich bin leicht von Leuten genervt und stecke sie in Schubladen. Ich korrigiere meine Meinung dann natürlich auch, aber oft fühlt sich der andere schon abgelehnt und man kann den Schaden nicht mehr kitten. Dabei gibt es doch an jedem Menschen Dinge, die gut sind. Und die man mögen kann. Nur schaue ich wahrscheinlich im Alltag nicht oft genug hin. Daher werde ich in den nächsten vier Wochen zwei Dinge tun. Nummer 1: Ich werde jeden Tag jemandem ein ernst gemeintes Kompliment machen, um meinen Blick für das Gute zu schärfen. Nummer 2: Ich werde jede Woche einmal mit jemandem Essen gehen, den ich eigentlich nicht leiden kann oder mit dem ich noch nicht warm geworden bin.

Challenge accepted – ich werde berichten!

by Helen

Wir mache im Moment ein Projekt mit einer Strategieberatung – nein, ich nenne keine Namen.

Und ich muss sagen, es macht mir richtig Spaß. Früher wäre ich genervt gewesen und hätte mich gefragt: wofür brauche ich das überhaupt – ist sowieso nur Geldverschwendung. Heute denke ich: mal gucken was ich mir so abgucken kann. Und das ist eine ganze Menge. Die Kollegen takten unsere Führungsmannschaft richtig durch. Alle 12 Stunden werden Statusberichtet verschickt und Templates erstellt. Und das ganze Medien wirksam über den großen Verteiler gejagt. So verbreitet man eine Stimmung der Geschäftigkeit.

Was ich aber wirklich geschickt finde, ist das Thema „ Es wurde schon alles gesagt – aber noch nicht von jedem“. In Meetings schafft es der Projektleiter der Strategieberatung immer gute Äusserung von Kollegen aufzugreifen, neu zu formulieren und damit zu glänzen. Rechthaben durch Wiederholen – und keiner durchschaut die Masche. Das probier ich jetzt auch mal…

by Helen

Es ist “Tag der Arbeit” und ich habe frei!

Allen denen es genauso geht wünsche ich schönes Ausschlafen, Faulenzen, Spazieren gehen, gutes Buch lesen, Kuchen essen, Cup Cakes backen, mit Freunden quatschen, Hunde streicheln, (hoffentlich) Sonne tanken, lecker Kochen und alles nicht so stressig nehmen!

by Cloe

Ich hatte letztens mit meinen lieben Freundinnen und ein paar aufgeschlossenen Herren eine anregende Diskussion rund um das Thema Frauen und Männer im Business, wie wir ticken, wie wir uns sehen und was für Herausforderungen wir doch alle miteinander haben. Bei einem Bier und Prosecco am Abend. Ganz locker, frei, ohne Zwang. Ohne direkte Arbeitskollegen zu sein, ohne Ziel und Zweck. Das Thema lief sehr spannend, anregend, manchmal lustig und hier und da auch etwas holprig. Wir konnten uns alle auf die Schippe nehmen und ich freute mich über einen unterhaltsamen Umgang mit dem Thema.

Ich musste aber auch zusätzlich zwischen den Zeilen feststellen, dass Frau an dem Abend sehr genau wusste, was alles doof ist, oft klare Forderung stellte und mit der einen oder anderen überflüssigen Emotion fast zickig und enttäuscht wirkte. So erlebe ich es auch oft im Alltag. Der Frust, nicht verstanden zu werden in einer Welt, die Frau am liebsten bereichern möchte, auch einen Platz haben will. Auf der anderen Seite die Männer an diesem Abend, offen, neugierig mehr zu verstehen – den Platz unter den „Frauenversteher“ zu ergattern. Und auch hier wieder Muster aus dem Alltag, die ich nur allzugut kenne: Mann ging die Diskussion analytisch, fast strategisch an und diskutierte „Mehrwerte“, „Einsatzorte“ und Unique Selling Positions (USPs) der Frau durch. Irgendwie kam mir das alles sehr „technisch“ vor, der menschliche, verständnisvolle Teil ging mir abhanden und wurde göttlich von einem Mann gekrönt: „Also ich finde abschließend, dass der Produktionsfaktor Frau seine Berechtigung findet, in Return on Investment (ROI) Berechnungen aufgenommen zu werden“. Wir brachen alle in lautes Gelächter aus und damit war das Eis gebrochen für eine wirklich spannende Diskussion. Im Business Alltag sollten wir viel öfter den Punkt erreichen, wo der Knoten der Oberflächlichkeit und politischen Spielchen platzt und eine wirklich menschliche Diskussion im Miteinander erreicht werden kann. Diese bringt nämlich den wirklichen, ja auch finanziellen Erfolg des Unternehmens.

by Helen

Habe im Moment ein bisschen Zeit, im Internet zu stöbern. Und nachdem ich ja in den letzten Wochen unsere schöne Lipstick and Laptop Seite mehr so als persönliches Theraphie-Tagebuch missbraucht habe ;-) poste ich heute mal was Lustiges!

Also ich finde es lustig!

Denn eigentlich nehmen wir uns alle viiiiiel zu ernst! Hier könnt Ihr nachlesen warum wir immer so unglücklich sind und warum das volle Kante unnötig ist!

by Cloe

Frauen und der Büro-Umzug. Ein Highlight als Führungskraft ist und bleibt die Koordination eines Umzuges. Ja, es ist die schwierigste und menschlich verworrenste Aufgabe, welche alle Management-Skills einfordert, die existieren. Ein Umzug klingt harmlos. Ist es aber ganz und gar nicht. Dem Mitarbeiter ist das Heiligste sein Arbeitsplatz. Nie vergessen. Als Führungskraft ist man oft unterwegs, sitzt in Meetings, hat einen zerrissenen Alltag und hat meist eh ein eigenes Büro oder per Hierarchie ein zugewiesenen Arbeitsplatz, der kenntlich macht, wer hier der Boss ist. Und mir ist mein Arbeitsplatz eigentlich gar nicht so wichtig. Ich saß schon in großen Einzelbüros, zu zweit mit einer anderen Führungskraft oder bei meinen Mitarbeitern im Großraumbüro. Alles ok, jedes hat seine Vor- und Nachteile. Meine Herausforderung der letzten Wochen: 25 Mitarbeitern aus unterschiedlichen Gebäude in eins zusammenzuziehen und in ein gemeinsames Großraumbüro zu setzen. Sie gehören nun einer zentralen Einheit an. Klingt einfach: Mal eben die neue Fläche mit Hilfe von Facility Management Experten oder eben die, die einen in der Bürogestaltung helfen, besichtigen, auf Papier die Plätze beplanen, Namen dahinter. Warten bis alle Tische und Möbel drin sind und alle beziehen bei einem Stichtag die Plätze.

Ne, so simpel wie das klangt, ist das nicht. Ich habe zeitlich gesehen pro Woche 12 Stunden in dieses Thema gesteckt über bestimmt 5 Wochen hinweg. Das ist ein eigenes Projekt mit viel Emotionen. Ganz vielen. Die Sitzordnung wird per se 100 Mal in Frage gestellt; Pflanzen, Kühlschränke, individuelle Möbel müssen hertransportiert werden. Dem einen ziehst, dem anderen ist zu wenig Licht, dem nächsten kann man über die Schulter schauen und einem anderen sind die neuen Kollegen so fremd, das macht sie nervös, sie bräuchte erst mal ein Einzelbüro. Eine weiterere kann nur arbeiten, wenn mehr Trennwände da sind, die nächste findet es schade, wenn sie ihre Kollegin nicht mehr sieht. Ein weiterer will nicht, dass bei so vielen Leuten im Büro gegessen wird, es würde stinken und der nächste meint, eine bestimmter Kollege sei zu laut, er müsse weggesetzt werden. Dem anderen ist es zu warm und vielleicht gibt es noch Budget für Bilder, neue Farbe an den Wänden, schönere Jackenständer. Wo stehen die Kaffeemaschinen, wie kann man sie in Richtung Küche am Besten reinigen und warum haben wir hier so hässliche Mülleimer. Alles Dinge und noch viel mehr, die zu Klären und Entscheiden sind. Wirklich nicht ohne… Und jetzt das Klischee schlecht hin: 99% aller Beschwerden und Sonderwünsche kamen von den Frauen. Den Herren war es egal, sie waren schlicht zufrieden mit dem, was vorgefunden wurde und hatten bei den meisten Themen schlichtweg nicht mal sie leiseste Idee worum es geht. Naja, die Mädels sind genetisch bedingt vielleicht doch die Nestbauer und auf Wohlbefinden sowie Ästhetik in ihrer Arbeitsumgebung bedacht. Übles Klischee… aber hier einfach genauso live erlebt.

by Helen

Oh Liz – zu deinem gestrigen Blog Post kann ich ein Lied singen!

Ich hatte ja im Urlaub auch ein kleines bisschen Zeit zum Shoppen (juhu!). Habe ich schon erwähnt, dass ich der totale Urlaubs-Shopper bin – im Alltrag Shoppen ist mir ein Graus aber wenn ich Zeit habe und am besten noch im Ausland und mit vielen spannenden Geschäften und…. Ok, ich schweife ab. Die Handtaschensuche war ja das Thema! Oh Mann – warum ist es so schwer die „richtige“ Handtasche zu finden?

Also meine Anforderungen:

-          Groß – ich schleppe viel mit (Wasserflasche, Notizbuch, zwei Handys, Riesengeldbeutel, Mini-Schirm,….)

-          Laptop-tauglich: Das Schleppen von zwei Taschen mit sich ständig verknotenden und unbequemen Tragegurten muss ein Ende haben! Idealerweise hat die Tasche ein richtiges Laptopfach…

-          …ohne dass Sie wie ein Koffer aussieht oder optisch zu weit weg von einer „richtigen“ Tasche im Weekender Style ist

-          Die Farbe sollte zu mehr oder weniger allem passen, aber irgendwie ist mir schwarz dann doch so halb zu langweilig

-          Sie muss einen Tragegurt haben der groß genug ist, dass ich das Teil über die Schulter tragen kann, aber kurz genug, dass die Tasche nicht wie ein matschiger Sportbeutel in meiner Kniekehle baumelt

Ist das echt zu viel verlangt???