Lipstick and Laptop

by Helen

Helen meldet sich aus dem Urlaub zurück. Seit heute bin ich wieder in Amt und Würden – also so richtig. Freitag waren wir zwar schon auf Führungskräfteklausur aber das war so entspannt im Hotel mit Latte Macchiato und Kuchen und leckerem Menü am Mittag, das zählt noch gar nicht so richtig als arbeiten. Ich finde die Winterpause ja echt toll. In meinem Konzern ist da fast jedes Jahr eine sehr lange Betriebsruhe und mich entspannt das so immens zu wissen, es passiert nichts während ich weg bin. Keine Mailflut, keine Katastrophen, keine 1000 Termine. Alle haben frei, alle sind weg und ich starte mit einem Posteingang von süßen 40 ungelesenen E-Mails – Entspannung pur. Außerdem fangen fast alle erst heute wieder an – und der Terminkalender ist noch schön leer!
In diesem Sinne: Liebe Grüße von einer entspannten Helen und einen guten Start in 2015 – das wird ein Top Jahr!

Wir wünschen Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins Neue Jahr. Euer L&L Team!

by Cloe

Ich habe gekündigt und bin monatelang freigestellt. Was nun? Wäre ich 25 und hätte nicht schon Verantwortung für Ehemann und lokale Verpflichtungen, ich würde meine Wohnung kündigen und einfach ein paar Monate nach Spanien ziehen. Nein, besser Australien. Oder eine neue Sprache in China lernen. Aber irgendwas hält mich zurück. Mein Change Prozess.  Ich war keine Praktikantin, die nach einem halben Jahr ging und das nächste Abenteuer während des Studiums aussucht. Ich war 10 Jahre in einem Karriere Rhythmus in dieser Gegend, in einer Branche. Einfach Zelte abreißen, hat sich nicht gut angefühlt.

Also den Alltag in der selben Umgebung eben anders meistern. Das ist meine große Challenge. Die Vorbereitung auf eine neue berufliche Herausforderung und der mentale Ausstieg aus dem bisherigen. Andere Ziele und Projekte in den Alltag reinbringen – lieber nicht, besser die Laufenden zuende bringen. Habe ich als mega Aktion-Dame mit vielen Interessen in der Vergangenheit ein paar mal zuviel “ja” gesagt, habe nun so einiges am Laufen. Promotion, Fachartikel und ein ganzes Buch liegen noch auf dem Schreibtisch. Trotzdem. Mein Vorsatz: aus Vollgas nicht wieder noch mehr Vollgas machen, aber auch kein Standgas. Denn Stillstand ist für mich Rückschritt. Ich spüre, dass sehr bewegende Wochen auf mich zukommen werden…

by Helen

Im Moment arbeite ich sehr, sehr viel. Jammer, Heul, Mecker….

Was aber mein Leben gerade so richtig nervig macht ist der unberechenbare “Großstadt” Verkehr. Jeden Morgen und jeden Abend noch dieser Willkür-Faktor namens Stau. Kann das mal jemand abschalten? Dann noch Bahnstreik -  da wird es dann richtig lustig,  jeder steigt dann auf die Straße um. Und die ist noch voller als sonst. Da bleibt nur eines: ich verlagere morgens schon mein Badezimmer ins Auto und fahre regelmäßig mit der Schminktasche auf dem Beifahrersitz. An der ersten Ampel kommt dann der Puder drauf, an der zweiten der Lidschatten und an der dritten Mascara. (Übersetzung für unsere männlichen Leser: Jup, das kommt alles ins Gesicht)

Und Abends nutze ich den Stau, um mal wieder mit allen lieben Leuten zu telefonieren, die ich länger nicht gesprochen habe. Damit mein Sozialleben wenigstens nicht komplett unter der momentanen Arbeitslast zusammenkracht.

In diesem Sinne: Wochenende!!!!!

by Helen

“Love what you do – do what you love!” Das hört sich schön an. Und positiv und erfüllend. Aber ich frage mich im Moment immer wieder, ob das eine realistische Perspektive ist. Klar man sollte seinen Job nicht hassen. Oder jeden Morgen mit Bauchweh hingehen. Aber “lieben”? Nicht mal in meiner Freizeit “liebe” ich alles, was mir so tagtäglich über den Weg läuft. Geschweigedenn auf der Arbeit.

Im Moment beschäftige ich mich mit dieser Frage ein wenig intensiver. Zum einen macht Cloe ja jetzt den Schritt in eine neue Richtung. Zum anderen bekomme ich gerad eine Riesenmöhre vor die Nase gehängt, die mir den Ausstieg aus meinem Job im Moment schwieirig macht. Obwohl und das muss ich zugeben: Ich meinen Job nicht liebe. Ich leide nicht unter meinem Job, aber hätte ich einen Lottogewinn in der Tasche, ich würde nicht in meinem Job weiterarbeiten ;-) .

Und das ist, finde ich, ein spannendes Thema: Ist das ok so? Muss ich meinen Job lieben? Oder werde ich irgendwann auf mein Leben zurück blicken und mich fragen, warum ich Jahre lang etwas getan habe, dass ich eben nicht liebe? Und kann ich überhaupt für immer authentisch und mit sehr hoher Qualität etwas tun, dass ich nicht liebe? Eine Antwort habe ich nicht…

Und dann kommt gleich die nächste Frage: Viele meiner FreundINNEN setzen sich mit ähnlichen Fragen auseinander. Überlegen zu wechseln, umzuschulen, selbstständig zu machen, etc. Die meisten Männer hingegen stellen sich meiner Meinung nach diese Fragen nicht so oft und nicht so intensiv. Irgendwie hab ich da meist das Gefühl, Frauen denken in sechs Monats-Rhythmen. Männer eher in fünf Jahres-Rhythmen. Irgendwie scheinen Männer viel gelassener und ruhiger. Nach dem Motto: Einfach mal machen, weniger Hadern. Woran liegt das eigentlich? (Mein Verdacht dazu: Männer sind so auf die Rolle als “Brotverdiener” gepolt, dass sie den Job gar nicht so sehe als “Selbstverwirklichungs-Vehikel” sehen, wie Frauen und rechnen daher von Vorneherein stärker damit, dass es im Job auch mal Durststrecken zu überbrücken gibt.)

… wir waren alle mehr als urlaubsreif und haben uns eine Pause gegönnt. Urlaub genossen, neue Bloginhalte diskutiert, eine neue Webpage ist im Design – all dies ist in Mache und möchten wir in den nächsten Monaten umsetzen, mit euch Teilen. Next steps for Lipstick & Laptop.

Wir freuen uns auf einen schönen Herbst mit euch.

Herzliche Grüße, die L&L Damen

by Helen

Ich bin so urlaubsreif.

Ich bin soooo uuuuurlaubsreif!!!

Woran ich das merke: Wenn morgens der Wecker klingelt, schaffe ich es fast nicht meine Augen aufzubekommen. Und wenn im Meeting jemand aus der Reihe tanzt werde ich noch viel schneller ungeduldig als sonst. So geht das nicht weiter… Daher melde ich mich ab für zwei entspannende Wochen!

Oder wie mein Chef heute meinte: “Helen hat Jeans an, die ist schon im Urlaubsmodus”

In diesem Sinne – hasta la vista, au revoir und bis ganz bald!

by Cloe

Viele Frauen (und sicher auch Männer) machen sich einen riesen Kopf, wenn sie etwas neues Großes anfangen. So etwas wie eine Führungsposition z.B. übernehmen, Mama werden, einen Hund zulegen oder in einem neuen Unternehmen eine völlig neue Stelle annehmen, die man so noch gar nicht gemacht hat. Irgendwie diese Kategorie wo man eine neue „Rolle“ übernimmt. Sich anders verhalten muss, andere Handlungen und Verantwortungen ausüben muss. Das Stichwort „erlernen“ ist dabei ganz wichtig. Wenn wir in dieser Position sind, sind wir da auch irgendwie hingekommen. Völlige Blockade oder Lähmung, weil man sich nun so gar nicht vorstellen kann, was man machen soll, ist Fehl am Platz und irritiert das gesamte Umfeld. Deswegen, weil man seine „Rolle“ eben nicht richtig annimmt.

Auch ich hadere oft mit neuen Rollen und habe das Gefühl, diese erst aufwendig und mit viel Zeit erlernen zu müssen, ich habe das Gefühl, dass ich in Wirklichkeit noch lange nicht da bin. So entsteht natürlich eine Überforderungssituation, die nicht förderlich ist. Und ich spreche jetzt nicht vom Gegenteil – der völligen Selbstüberschätzung. Bei dieser Variante, bei der die eine oder andere Person gerne mal eine Rolle übernimmt, sich dabei für perfekt hält und die nötige Sensibilität nicht mehr an den Tag legt. Eine, die es einfach Bedarf, wenn man in neuen Gewässern schwimmt und neue Erlebnisse bewerten muss. Auch hier hat mir ein intelligenter Mann auf die Sprünge geholfen: „Mach dir keinen Kopf, du musst es nicht erst werden, du bist es schon.“ Ich habe etwas länger gebraucht es zu verstehen, doch die Message kam bald an: Fühl dich nicht so, als ob du es nicht kannst, denn die Entwicklung hat dich bereits dahin gebracht, also kannst du es schon irgendwie. Fühl dich wie vollwertig in der Rolle angekommen und sei einfach nur wachsam. Lebe sie jedoch schon voll, es ist keine Testphase. Eine Testphase, die du im Übrigen auch nicht brauchen würdest.


by Helen

Mittlerweile habe ich ja richtig Geschmack an meiner neuen Strategie gefunden. Ich habe hier ja berichtet, dass ich mich derzeit stärker auf Netzwerken zu konzentrieren und dafür aufhöre, allzuviel zu Strampeln und im stillen Kämmerlein Fleissarbeiten zu machen.

Es wirkt Wunder. Ich werde sichtbarer, ich platziere meine Themen viel aktiver und insgesamt, macht mir mein Job auch mehr Spaß.

Daher möchte ich das Thema auf ein neues Level bringen: ich möchte mir selbst eine neue Herausforderung geben. Eine “Helen-Challenge” sozusagen. Zwei Themen sind mir dabei wichtig. Ich bin leicht von Leuten genervt und stecke sie in Schubladen. Ich korrigiere meine Meinung dann natürlich auch, aber oft fühlt sich der andere schon abgelehnt und man kann den Schaden nicht mehr kitten. Dabei gibt es doch an jedem Menschen Dinge, die gut sind. Und die man mögen kann. Nur schaue ich wahrscheinlich im Alltag nicht oft genug hin. Daher werde ich in den nächsten vier Wochen zwei Dinge tun. Nummer 1: Ich werde jeden Tag jemandem ein ernst gemeintes Kompliment machen, um meinen Blick für das Gute zu schärfen. Nummer 2: Ich werde jede Woche einmal mit jemandem Essen gehen, den ich eigentlich nicht leiden kann oder mit dem ich noch nicht warm geworden bin.

Challenge accepted – ich werde berichten!

by Cloe

Auch bei mir gibt es dieses Jahr wieder verdammt viele Umbrüche – Erfolgreicher Abschluss einer Promotion, Umzug in eine neue Stadt und neuer Job stehen an. Die totale Veränderung, die in der heutigen Zeit unter “Flexibilität” selbstverständlich gefordert wird. Ich selber habe es aber auch so gewollt und an dieser Stelle möchte ich einfach den lieben Mark Twain zitieren, der mich in den vielen Umbrüchen immer bestätigt hat. Nicht selten stecke ich in einer Sache drin, die ich mal wieder neu starte und denk mir dabei, warum ich auch immer wieder das Neue Unbekannte aufgreifen muss, hat es doch auch Tücken und viele Fettnäpfen in Petto, die man dabei einfach mitnimmt. Doch das ist es Wert, sehen wir mal in unsere Zukunft. Danke Mark für die Bestätigung im Wandel auch ein paar schwierigere Wellen auszuhalten:

Zwanzig Jahre von jetzt wirst du über die Dinge enttäuscht sein, die du nicht getan hast, als diejenigen, die du getan hast.

Mark Twain (1835-1910, amerikanischer Schriftsteller und Humorist)